Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 4
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 380 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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380 Besprechungen. ■seiner Forschungon die erste Lieferung einer kritischen Ausgabe des genannten Werkes vor. Der kritische Apparat ist sehr reich. Der Herausgeber hat nicht weniger als acht Handschriften durchforscht, ferner die editio princops nebst anderen wichtigen Drucken, Citate in alten Werken und sonstige Hilfsmittel zu halbe gezogen. Zur Grundlage dient ihm der schon von Luzzatto hochbewerthote Codex Add. 27161» des British Museum3, von dein Abweichungen .,nur na״h sorgfältigster Prüfung und immer auf Grund gut bezeugter Laa in den Text aufgenommen und daselbst odor in den Varianten als Aenderungen gekennzeichnet sind. Der Stellennachweis ors־:rebt möglichste Vollständigkeit in Angabe der Quellen, Parallelsteller, Entlehnungen in späteren Midraschim und der Excerpto in beiden Jahmt-Samralungen“. Das Verfahren des Herausgebers ist in allen Punkten zu billigen. Seine auch ausserlich schön ausgestattete Ausgabe orientiert bequem und rasch über Textbestand und Quellen. Ganz besonderes Lob verdient der Commentar ,ך,ודר• r״:C. Er ist einfach und klar, und versagt nur in den seltensten Fallen; er bietet hei aller Knappheit alle nüthigen Wort- und Sacherklärungen, sowie Litteraturnachwei.se zum Weiterfor- $<*hen. Beim Nacdtschlagen ist inde&s die Auffindung der Interpretation;n Folge des gleichmässigen Druckes erschwert, was durch llcrvorhoben des Anfangs Wortes oder der Zeilenzahl im Commentar leicht zu vorlütddon wäre. Theodors Text liest sich glatt, und ich habe nur einige Heineramgen zu machen. Im 1. Absatz (p. 2, Z. I) fügt Th. ד״א in den Text t-in, was sc.hon deshalb bedenklich ist. weil os sich nirgends findet. Die Stelle wird durch dies ד״א sogar unverständlich, denn die Petliicha ‘•tünde dann mit dem Textwort nicht in Zusammenhang. Ich glaube, dass אמון אומן ך,תויד, יכו׳ ebenfalls R. Oschaju angohürt und er erwähnt אמון א*מז nur deshalb nicht im Eingänge, weil dies die einfache Wort- ׳. lklii.ung ist. Wenn man ,אמון רבד*ד, das durch die Einführung אית דא׳ als Zutliat gekennzeichnet wird, und den entsprechenden Beleg S. 1, b 5 bei!Seite schiebt, verbleibt rein die Deutung des R. Oschaja. S. 10. Z. 3: Die Kinder sagten; בואו ו נעמו ק בצופים, אמדו מר. טעש גז׳ ממ מם נון;ין.יפ- Es ist klar, dass hier eine Anspielung auf צ) בשופים wuidewie ם ausgesprochen), also auf die Endbuchstaben vorliegt, wie ich : :1 ״Zur Einleitung105 — 100 ״ nachzuweison versucht habe. Zu den Belogen, : lr*j;= Z, die 1. c. 104 n. 1 gegeben wurden, füge ich noch hinzu: Baba Hat hin 110b;סצ'קי — PP'DS»’ Neubauer, Tlu book 0 f Tobith 22, Z. 7; ,ומלעינים בר ואומרים לר, לא יש ראוי לקרא דך עןדר, אלא צדד. Da nur ein späterer Amora מגצפ״ך mit מר שרתקתו רצופים erklärt! halte ich die Erklärung von ונעסוק בצופים als אותיות שרתקינו רציפים für falsch: es muss erklärt werden: באותיות סופיות. S. 31, Z. 7 (Comm.'j ל' צוו lies לשי] צווי• Die Deutungen von שמים erinnern an die Etymologien der Onomastica. Die Deutung: שמים שר,בריות משתוממים עלירם שלמר רן שלאש רן ש לסיב רן beruht vielleicht auch auf der Aussprache von שמים schäm ajira, was auf שלמים schamx&ajim hinzielt. S. 62 (VIII, 9). Die מינים, die R. Simlai fragen : wie viel Götter (אלוהית Götzen) haben die Welt erschaffen? sind nicht Judenchristen, sondern Gnostiker, die der Anschauung huldigten, dass der oberste