Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 4
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 378 (sequence 3)
- Language
- German
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378 Besprechungen, verderbt“, ohne auf die von Herrn Dr. Zuckormandol in seinem Vorworte zur Tusefta (p. 3, Anm. 2) gegebene Erklärung hinzuweisen. Vgl. auch Wo iss, דור דור ודירשיו II, 207 .ין, Anm, 2. Die Uebersetzimg von נתיג״ם (5, 14) durch ״Tompeldienor“ ohne jegliche Xebenbenierkung ist nirht zu billigen. 721 י, bei der Uebersetzung des Satzes משקלקלו הסיגים יאמרו אין העולם אלא א״ד bemerkt L. in einer Klammer: ״Ketzor, besonders .Judenehriston“. Diese Annahme passt aber gerade• hier am allerwenigsten, weil die Judencbristen wohl an eine zukünftige Welt glaubten. Eber ist hier an die »Sadducäer oder Samaritaner zu denken. Vgl. auch 1. Elhogen, ״Geschichte des Acbtzehngobets“ (Breslau 1903) S. 34, Anm. 4, wo der Nachweis geführt wird, dass unter סינים (in Jer. Beracli. 5, 4, p, 9 c) ״Häretiker verschiedener Art“ verstanden wurden. i'nühersetzt idiebeu: 2. 13 8 ,3;ומשמיע ראזניו Ende על הכום; 0, 1 Endo והלכה כדברי בית הלל. Als Versehen, be/w. Druckfehler sind zu merken: 2, II, deutscher Text 8. 7, Z. 14, lies: befreit statt verpflichtet: 3, 1<>, 8. 12, /. 16, ist in dem Satze ,,so lasst man ihn nicht wiederholen, das ״nicht“ zu streichen: das. $213 .8 ,יי, Z. 7 v. u., lies: stellt u 11 d betet; 4, 6 Ende, 8. 16, Z. 3, lies : der da g e s c 11 a f f e n hat: 7, 22, 8.32, Z. 5, lies: Malchutho statt. Adonaj. Trotz der ihr anhaftenden Schwächen hat die vorl. Uebersetzung iliren Zweck nicht verfehlt, und der Fleiss wie der gute Wille des Uebersetzers verdienen lobende Anerkennung. Auch sind wir mit ihm einig in dem Wunsche, «lass der Tosefta von den Fachgelehrten etwas mehr Beachtung und Wertschätzung zu theil werden möge, als dies bisher der Fall war. _ Breslau. ' Dr. Moses Fried. Dr. Schleasinger, Gustav. Die altfranzüsischen Wörter im Machsor Vitry nach der Ausgabe des Vereines ״Mekize Xirdamim“. Frankf. a. M, J. Kautfmann, 1899. 1 88 4!י., S. Das Machsor Vitry ist niemals in solchen Allgemeingebrauch gekommen wie die Commentare Raschis. Die französischen Glossen im M. V. sind daher von den Fehlern und Verstümmelungen, durch welche unkundige Abschreiber und Setzer die Laazim Raschis vielfach entstellt haben, zum grossen Teil verschont geblieben. Dieser Umstand erleichtert wesentlich die Erklärung der Glossen und liefert ein brauchbares Material sowohl dem Gelehrten, der sich mit der jüdischen Litteratur um ihrer selbst willen beschäftigt, als auch dem Romanisten, der aus ihr den Wortschatz des Altfranzüsischen zu bereichern sucht. Die Einleitung (S. 7—22) der vorliegenden Dissertation gibt uns eine Uehersicht über die bisherigen Leistungen in der Erforschung der fremdsprachlichen Elemente, denen wir in den Werken jüdischer Gelehrten des Mittelalters begegnen. Von S. 27—81 folgen Ableitung und Erklärung der 178 altfranzösischen Wörter des M. V. In der Wiedergabe der sich anschliessenden 30 Städte- und Ländernamen ist Verf. Gross, G. J. gefolgt. Verf. ist bei seiner Arbeit methodisch und gewissenhaft zu Werke gegangen; neben vielem Bekannten bringt er auch manche neue Etymologie. Indessen fehlt es auch nicht an verbesserungsbedürftigen Stellen. Zu diesen gehört gleich das erste Wort: טרייש M. V. 37, 32 u. 38, 36, Verf. sieht darin tragiee (gr. ׳rosc^/.uscTa, neufranz. dragde) Zuckerwerk. Bonbons. Näher scheint mir trissar, zerreiben (Participalverbum von terere, tritus [tritiare]) zu liegen, mit dem das spanische triza, Krüm-