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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 3 · p. Seite 283

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 3
Article
Purim und Parodie
Date
1903-01-01
Page
Seite 283 (sequence 4)
Language
German
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Purim und Parodie. 28a nach ihrer Veranlassung, auf Länder, Ortschaften, Familien, resp. Individuen. Nicht selten sah man sich he״ wogen, die Veranlassung zu erzählen und einen solchen Bericht zu betiteln, wie ja dieses Wort vorzugsweise eine zur ritualen Vorlesung bestimmte, meist auf Pergamont geschriebene Eatherrolle (מגלת אסתר) bezeichnet. Diese Borichte von Calamitäten und überstandenen Gefahren, welche die Einsetzung einer jährlichen Gedenkfeier begründeten, gehören zunächst in die Ge sch i chfcsl i terafcu r der Juden, mögen aber auch, wie Simonsen (S. 524) andeutet■, als Hilfsquellen für weitere Geschichtskreise zu verwerten sein, insbesondere wenn sie Ereignisse von allgemeiner Bedeutung betreffen. Sie sind in meiner, seit Anf. 1902 unter der Presse langsam fortschreitenden Bibliographie der jüdischen Geschichtslitcratur (1. Abteil.: Gesell. Lit. in hehr. Sprache, bis jetzt 96 S. gedruckt) in angemessener Weise berüeksichtigt. Hier kommen nicht die Berichte als Literatur in Botracht, sondern die Ereignisse, welche man als ״Purim“ mit einer näheren Bezeichnung durch eine Feier mit oder ohne Megillu verewigte1). Dafür genügte Angabo von Ort und Zeit, nebst einer kurzen Hinweisung auf die Quelle; für die Anordnung empfahl sich die chronologische, indem nur 4 Nummern ohne Zeitbestimmung bleiben mussten, welche zuletzt aufgeführt sind. ״Zz.tt bedeutet Zunz, ״Ss.tt Simonsen. 1. Purim von Narbonne, 21. &d1\r, Calumität v. J. 1236, Quelle: Neubauer, Med. Jew. Chr. II, 251; dieselbe in Wortheimer’8 גנזי ירושלים I.; D. Kaufmann, Purim de Narbonne, JRev. £t. J. t. 32, p. 129, 130. 2. מגלה, Saragossa 1617, Schebat 1620, Text bei Moses Slatki, ,גר משר, Jerus. 1882 f. 80/4, Inhalt ital. von M, G. Ottohnghi im Vessillo 1886, p. 293—6 (Gesch. Lit. S. 67 § 70, vgl. Zz. 129: 18. Schebat, Ss. 527). — Ein getaufter Jude, Chajjim שאמי (Syrer), denuncirte die Juden beim Könige, dass sie demselben mit leeren Thorakasten entgegentum 21. Siwan in Koni, in Geigor’s w. Ztschr. IV, 197, berichtigt die Note zu עסק הבכא,* s. 63. ג) Die Denkschrift des Abraham b. Hillei (vor 1197?), anf. אחבר מגלה, als מגלת זוטא bekannt, als מגלת מצרים gedruckt, worin der ägyptische Kagid Samuel.als ״Mordechai seiner Xeifc44, [מרדכי הזם, bezeichnet wird (Geschichtl. Lit, 8. 51 § 35) ist nicht mit einem Fasten oder Purim verbunden, weil es sich um einen jüdischen Gewalthaber handelt.

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