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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 3 · p. Seite 231

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 3
Article
Der Nomos
Date
1903-01-01
Page
Seite 231 (sequence 18)
Language
German
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Der Nomos in 1>)iilonis<*]10r Beleucht ung. נ 23 aloxamlrinischor Religionsphilosophie oineu Dhilo, wio or schärfer nicht: gedacht werden kann, einen Gegonsatz, (Ion man auch nicht vertuschen oder uhsehwfichcn 8011 durch Aenderung von ערלים in רשעים daselb3t, etwas, was schon Ihn Jarchi bekämpft. (Foriset/u״^ toi^t). Das Duöenthum im nentestamenltichen Zeitalter in christlicher Darstellung. Von I)r. M. Cüciemartn. (Schluss). Will man das aus den christlichen Darstellungen sich ergehende Verhältnis /wischen dem Judenthum im neutesiamentlichen Zeitalter und dent, was als neue Lehre ■geschildert wird, in einem Gleichnis ausdrückon, 80 konnte man sagen, dass Einor, dem es gelungen ist, einen kostbaren Edelstein xu entdecken, ihn von allen Schlacken zu läutern, durch kunstvollen Schliff zu reinstem Glanze zu bringen, und unter den grössten Opfern zu erhalte?), erst von Anderen sich da.- rüber belehren lassen muss, wie derselbe in günstiges Lieht, zu setzen, am besten zu fassen und zu behandeln sei. ])er Edel״ stein ist in unsenn Falle der monotheistische Gotteshegriff. Dass ihn das Volk Israel entdeckt, und das Judenthum /.um reinsten Glanze entwickelt habe, ist ebenso gewiss, wie die Meinung unrichtig ist, dass er durch das Gesetz־ verschlackt oder getrübt, und sein Werth, seine Bedeutung und Behändlang dem Judenthmne selbst abhanden gekommen sei. Aber der Grundfehler, aus dem die herkömmliche christliche Dar- Stellung des Judenthums im neutestamentlichon Zeitalter folgt, besteht erstens in der missbräuchlichen Auslegung des Ausdrucks ״Joch“ (עול), das im späteren Judenthum auf die Koligion übertragen ist, denn ein Joch muss natürlich wuchten und lasten.■In Wahrheit aber verhält es sich mit diesem, übrigens auch in der Redeweise des neuen Testaments gebräuchlichen ״Joch“, wie mit dem althebräischen עבודה und unserm diesem Ausdruck ganz entsprechenden Dienst, welches lotztcre Wort in der Zusammensetzung Frohndienst allerdings das Drückende und Bedrückende bezeichnet, das aber in den Zusammen*• Setzungen Frauendienst, Liebesdienst, Gottesdienst immer mehr verschwindet, was ebenso bei den Ausdrücken-Joch

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