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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 3 · p. Seite 214

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 3
Article
Der Nomos
Date
1903-01-01
Page
Seite 214 (sequence 1)
Language
German
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214 Der Nomos in philonisober Beleuchtung. Beleuchtung, ait Ssr jünö vrn philos Schrift S2 Septenario. Von L. Treifcel. Ein Blick auf die Phiio-Literafcur neuerer Zeit, an der Engländer, Franzosen und Deutsche, wenn auch nicht in gleichem Maasse beteiligt sind, zeigt, dass die Forschungsarbeit vornehinlich den Textes t ragen bei Philo zu Gute gekommen. Lange genug auch hat der Text Philos trotz der glänzenden Mangey *sehen Ausgabe, die ihre Yorzüge besitzt und auch behält, im Argen gelegen, und ebenso ist die Frage der Acchtheit bei dieser und jener pliiionisclien Schrift in der Schwebe geblieben. Es ist ein unbestrittenes Verdienst der Wissenschaft, dass die Philoforschung unserer Tage gerade hier eingesetzt und so manche der hierher gehörenden textkritischen Fragen gelöst oder doch der Lösung näher gebracht hat. Insbesondere sind es die neueren handschriftlichen Funde eines Cohn und Wendland, die bewährte philologische Akribie, mit der die beiden Forscher ihre Funde nutzbar zu machen gewusst, dass wir heute schon, nachdem dieselben mit Verunstaltung einer neuen Ausgabe Philos begonnen, diese Arbeit bereits auch bis übor den grössten Teil der allegorisehen Schriften Philos vorgeschritt0n ist, von einer neuen Aera reden können, die für den Text Philos angebrochen, und in absehbarer Zeit zu erwarten steht, dass uns eine kritische Gesammtausgabe Philos in einer Vollständig־ keit des Textes, des kritischen Apparats, wie wir sie bis dahin nicht gekannt, von den Genannten vorliegt und damit ein lang gehegter Wunsch der Gelehrten weit erfüllt ist. Dagegen ist in der Erforschung der Lehre Philos eher eine Stagnation eingetreten, genauer, über eine gewisse Einseitigkeit wie sie anfänglich der Kenntnis Philos angehaftet, ist auch unsere Zeit nicht hinausgekommen, indem im Allgemeinen, kaum mehr als die Kenntnis dessen, was die dogmatischen oder allegorisch-exegetischen und religionsgeschichtliehen Schriften Philos enthalten, selbst bei Philoforschern angetroffen wird. Ueber letzteres, das Dogmatische und Religionsgeschichtliohe, soweit es Philo’n -zum Gewährsmann hat, ist in neuerer Zeit durch Arbeiten, wie die Wendland'8 über die Therapeuten und die phiior». Schrift vom ״beschauliehen Leben״ Conybears, des Engländers ״gross ausgeführtes Werk“ einoBearbeitungvonPhilosDe^ita Gontempi, eher noch

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