Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Randbemerkungen zu Saadias Pentateuchübersetzung
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 153 (sequence 5)
- Language
- German
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Randbemerkungen 7a\ Saadias Pentateuchübersetzung. 15;) auch folgender Beleg: (1 M. 24, 23) ויאמר בת מי את, die80 Stelle erscheint in ihrem Zusammenhänge schwierig. Der Diener, der doch nur aus der Familie seines Horrn die Braut für Isaak suchen durfte, hat bereits die Brautgeschenke der Rebeka gegeben, und kommt nachher erst auf die Alles entscheidende Frage, wessen Tochter sie sei? S. jedoch, mit der von ihm häufig angewandten sprachlichen׳ Theorio, nach welcher das ו praefixum auch die Bedeutung von אחר hat, übersetzt auch in solchem Sinne: בעד פא קאל להא אצבדיגי, d. h. ״Er gab die Brautgeschenke erst, ה a c h d e 111 er gefragt hatte, wessen Tochter bist du“. — Nun vergleiche man 41iczu Ibn Esra: ויאמר בת מי את, פירושו וכבר אמר לה קודם שנהן לה כלוב;, וכן אמר (פסוק מ״ז) ואשאל אתה ואשים הנזם. Ser Streif am des! jftoreh des Jftaimomdes in der Gemeinde Posen um die Jtäiite des 16. 3ahrit. Von Dr. Ph־ Bloeh. Das Fragment einer handschriftlichen Flugschrift1), das hier zum Abdruck kommt2), ist trotz seiner Unvollständigkeit in jeder Hinsicht bemerkenswert. Anfang und Ende fehlen zwar, doch hat sich genug davon erhalten, um das Wesentliehe der thatsäcklichen Momente, um die es sich handelt, erkennen zu lassen; besonders deutlich und klar spiegelt sieh das geistige Milieu;, aus dem das Libell hervorgegangen ist, ab. Dasselbe bietet nicht nur für die Gemeinde Posen, welche den Schauplatz jener Vorgänge bildet, ein locales Interesse, es wirft vielmehr ein helles Schlaglicht auf die geistigen Strömungen und Strebungen des damaligen Judenthums über•־ haupt, wie sie einerseits in Polen eine Renaissance des Talmudstudiums hervorgerufen und andererseits in Palästina zu einem neuen Auffiackern der kabbalistischen Mystik geführt. Styl und Sprache der Schrift sind überaus gewandt und an״ schaulich, der Ausdruck allerdings derb, scharf und schroff. Der Verfasser erweist sich als vorzüglicher Kenner des rab« binischen Schriftthums und philosophisch gut durchgebildet• Er versohmäht auch den Klatsch nicht und erinnert in seiner a) Aus der Handsclmftensammlung des Herrn Dr. Gaster in London, Oberrabbiners der portugiesischen Gemeinde, Nr« 264. 8י) Anhang 1, י . *