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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 2 · p. Seite 136

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 2
Article
Das Judenthum im neutestamentlichen Zeitalter in christlicher Darstellung
Date
1903-01-01
Page
Seite 136 (sequence 17)
Language
German
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136 Das Judenthum im neuteatainentl. Zeitalter in christl. Darstellang. hinausgekommen sein soll, wird bezeichnet: der Universalismus, die Betonung der Individualität, der Glaube und die freie Gottesgnade, wie die Gottvaterschaft, als ob das ״Vater unser* seinem sprachlichen Ausdruck und seinem Inhalt nach nicht durchaus jüdisch wäre. (Schluss folgt). Sie Vorlesungen f&. jtarnacEcs über ias Wesen 02s Christenthnrns. Besprochen von Dp. J0S. EsehelbaehLeP. (Fortsetzung). V. ״Die bessere Gerechtigkeit und das Gebot der Liebe“ ist der dritte Kreis von Gedanken, in denen Hnrnack das Wesen des Evangeliums sich entfalten sieht, und die er als eine ״ethische Botschaft“ bezeichnet. Es ist derjenige, dem vor Allem die segensreiche Wirk- 8amkeit des Christenthums entstammt ist, und der seine bleibende Bedeutung auch in den Augen derer bildet, die seine Glaubensvorstellungen vom Messias, dem Gottessöhne und der durch ihn bewirkten Erlösung nicht theilen oder aufgegeben haben« Aber auch hier muss darauf hingewiesen werden, dass das W esentliche dieser ethischen Lehren und Forderungen dem alten Testamente, sowie dessen weiterer Entwickelung in den Lehren der Scbriftgelehrten angehört und als ihr fester Grundstock sich erhalten hat, während die eigenartige Gestaltung und Erweiterung, die sie bei Jesus gefunden haben, nur iu einzelnen Kreisen und Erscheinungen sich als eine schöpferische Macht erwiesen hat. Im Ganzen ist ihr Schicksal das der oben erwähnten Glaubensvorstellungen. Das vollendete Bild seiner Lehren ist Jesus selbst in seiner rein menschlichen Erscheinung. E** tritt uns in ihm ein Herz voll Liebe und Erbarmen für alle Creatur entgegen, ein Auge von tiefeindringendem Blicke und Verständnisse für das Leben der BTatur,. wie für die Sorgen, Freuden und Leiden des Menschenlebens, für die liebliche Unschuld der Kiaderseele, wie für den noch glimmenden Funken des Guten in dem Herzen des Yerirrten und Ver-

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