Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Das Judenthum im neutestamentlichen Zeitalter in christlicher Darstellung
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 120 (sequence 1)
- Language
- German
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120 Das Judenthuca im neuteatamentl. Zeitalter in christl. Darstellung. Das SÄnttam im ncniestesenIMeB Zeitalter in christlicher Darstdliuig. Von Dr. M. Güdexaaim. III. (Fortsetzung). Diese Voraussetzungen kann man in zwei Gruppen teilen: in subjective und objective. Die ersteren beruhen auf religiöser Ueberzeugung. Wie sieh diese aber jeder wissenschaftlichen Discussion entzieht, so sollte sie auch nicht den Ausgangspunkt und die Richtschnur einer solchen bilden. Ob diese Norm von den christlichen Autoren . י י __ Eine ähnliche Episode wie Esther 0, 1—10 (p. 29) berichtet uns Horodot UI, 140—141 vom Perserkünig Darius. Ueber die Verleihung von Purpurmiinteln von *Seiten der Achnmeniden. (p. 15) vgl. noch Ilerod. IX, 22; Xonophon, Anab. I, 2, 10, Kyrop. VI, 4, 1 : VIII, 2, 8; VIII, 3, 3. Dass am Ende der königl. Mahlzeit nur die Kobsweiber und Buh* lerinnen dablieben (p. 23) berichtet auch Horodot IV, 18-—20. Und da.s Verhältnis das Königs Xerxos zu Esther, wie es in 5, 2—7 und 7, 2—3 geschildert wird, hat seine ParalloLe in Herodot IX, 109: ״Und da er (Xerxos) auch an der Artaynto seine Freude hatte, forderte er sie auf, sich zu erbitten, was sie nur zu erhalten wünsche, denn sie werde alles, was sio verlange, erhalten. Sie aber sprach darauf zu Xerxes: Wirst du wohl mir geben, um was ich dich bitte? Dieser versprach 08'ihr und beschwor es ihr.w Die in p. 27, Zeile 15 erwähnten sieben Richter werden auch in Esr. 7, 14 und in einer zu Erythrä gefundenen griech..׳ Inschrift genannt. Diese königlichen Richter bilden zugleich den Rat des Königs, vgl. Horodot III, 31 u. Xenoph. Anab. I, 0, 4. Zu p. 28. Zeile 18 vgl. noch Herodot VI, 97, wo Datis im Aufträge des Perserkönigs den fliehenden Bewohnern der Insel Delos, die der Sitz des Apollo- und des Diana-Cultus war, verkündet: ״Es ist mir vom Perserkünig also nufgetragen, das Land, in welchem die beiden Götter geboren sind, in keiner Weise zu beschädigen, ebensowohl das Land selbst wie desson Bewohner“, Zu p. 29, Zeile 13 vgl. auch Herodot III, 140 u. VIII, 85. Zu p. 3<>, Zeile 11 vgl. Herodot IV, 69: ״Es lässt aber der Künig nicht einmal die Söhne derjenigen, welche er umbringen lässt., am Leben, sondern alles Miinnlicho tötet er, dem Weiblichen aber thut er kein Leid an.u Die persische Sitte, vor Würdenträgern niederzuknioen und sich auf den Boden zu werfen, was in Esther 3, 2—4 erwähnt wird, wird auch von griech. Schriftstellern überliefert, vgl. Xenophon Cyr. VIII, 8, 14; Anabasis I, 6, 10: Herodot I, 134. Aman: Anab. II, 12, 3; Gurt. VIII, 20. Ebenso wie die Perser den Kei Imschriften gemäss ihren höchsten Gott, Ahuramazda, baga wazarka ״grosser Gott* nannten, was im assyrischen ilu rabbu übersetzt wird, so bezeichnen auch die persischen Provinzialboamten in Esr. 5,8 den Gott der Juden dom der Tempel zu Jerusalem geweiht war, mit אלהא רבא♦ Zu Esr. 5, 17 u. 6, 1—2 vgl. auch den Papyrus Golenischeff, nach welchem der Fürst von Gebal gleichfalls im Archiv nachsuelien lässt, um festzustellen, wie das Verhältnis za Aegypten gewesen sei.