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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-11-01 · Heft 11-12 (November 1902) · p. Seite 534

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 11-12 (November 1902)
Article
Noch ein Wort über die Echtheit von Dunasch's Kritik gegen Saadja
Date
1902-11-01
Page
Seite 534 (sequence 2)
Language
German
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534. Noch ein Wort über die Echtheit v. Dunasch’s Kritik gegen Saadja. und Agron in der Ursprache las1). P/s Argumentation, dass eine in so schwer verständlicher Sprache geschriebene Uebersetzung für den des Arab. Unkundigen fast wertlos gewesen wäre, entfällt durch den Hinweis auf andere derartige Uebertragungen, die gleichfalls unter grosser Schwerfälligkeit leiden, wie z. B. die des Bereschith rabba des Karäers Jeschu'a ben Jehuda, deren Autor gleichfalls unbekannt ist2). Dass aber unsere Annahme, die vorliegende Schrift sei eine Uebersetzung aus dem Arabischen, keine willkürliche ist, wird, wenn wir auch unumwunden unseren Irrthum betreffs der Wendung אצלם in Nr. 102 S. 27 zugeben, doch bekräftigt durch die von uns bis zur Evidenz erwiesenen sichtbaren Spuren einer arab. Vorlage, wie die Wendung געלתני אעבד in Nr. 134 u. a. m. Alles dies kann nicht bloss durch einen nur arabisierenden Autor3) erklärt werden, sondern legt uns das Vorhandensein eines arabisehen Originals als Gewissheit nahe. II. Das Hauptargument P.’s für seine Ansicht ist das Vorkommen des Gesetzes von der Trilitterität der Wurzeln in D 2. Meine Ausführungen, Dunasch, resp. seiner Zeit, die Priorität in der Erkenntnis der Wurzeltheorie zu sichern, will er einfach aus dem Grunde nicht gelten lassen, weil diese bisher für Hajüg unbestritten in Anspruch genommen wurde. Aber ich glaube behaupten zu können, durch den Hinweis auf die eigenen Worte Hajüg’s in seiner Einleitung, wie auf die Darstellung Mose b. Esra's, das Zusammenwirken mehrerer grosser Pfadfinder iffs rechte Licht gestellt zu haben. Und als erster derselben kann eben nur Dunasch in Betracht kommen, während Hajüg besonders die Ordnung des Systems zu danken ist. Zu beachten 0 Gelegentlich komme ich hier zurück auf die in Ms. XLVI, S. 76, Anm. 2 citierte Ansicht Derenbourg’s, wonach das Werk Ursprung•• lieh מעורב מלשון ערב ועבר geschrieben aei, ־und bemerke, dass Abr. Ihn Esra in der Einleitung seines Sefer Mosnajim eine derartige Schrift dem Dunasch b. Tamim zuschreibt. 2) Vgl. Schreiner, Studien über Je3cbu’a b. Jehuda, Berlin, , 1900, S. 25-26. a) Trotz P’s Bemerkungen, Ms. XLVI, S. 148, 4nm. 1 halte ich doch meine Annahme betr. נפרוץ S. 25. Z. 2 aufrecht; der Sinn kann dort nur sein: wir dürfen nach vereinzelten Bildungen keine Analogieen bilden. Es kann nicht zusammengestellt werden mit מלפרוץ in No. 1, das übrigens mit ב׳ construirt ist, während hier על folgt, — P’s Emendierung von ביטוי in No. 125 b. S. 44 durch מושג ist denn ' doch wohl etwas zu kühn.

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