Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1902)
- Article
- Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
- Date
- 1902-11-01
- Page
- Seite 513 (sequence 23)
- Language
- German
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Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden. 513 Der Schluss des Capitels, der Inhalt von 6, 19—22 y stammt unserer Ansicht nach ebenfalls aus der Tempelchronik, welcher der grösste Theil von Esra 7 — Nell. 13, entnommen ist. Aus wessen Feder diese Ergänzung stammt, lässt sich nicht näher bestimmen. Möglicher Weise aus der des Yerfassers von Esra c. 6 bis Neh. c. 13, der das aramäische Werkchen 5, 1 — resp. 4-, 24 — 6, 18 kannte und seine Arbeit als Fortsetzung davon angesehen wissen wollte; dafür würde auch das ״Waw copul״ von 1 ,7) ״ואחד׳) sprechen. Die angebliche zweite Heimkehr des Serubabel, von der im Esra-Apokryphon die Rede ist, kann sowenig wie das ganze Büchlein überhaupt, als historische Quelle verwerthet werden. Die Hebraismen, die Marquart in Esra c. 6 nachweist, und aus denen er den Schluss zieht, dass das Edict aus dem Hebräischen ins Aramäische übertragen, worden sei, befinden sich sämmtiich nur in den Umrahmungen der Edicte, nicht aber in den Edicten selbst. (Yrgl. Marqu. Fund. 43). (Fortsetzung folgt). Geschichte des yfchtzehngebets. Yon Dr. I. Blbogren. (Schluss). II. Theih Specielle Geschichte. Sind die Nachrichten über die Entwickelung der Tefilla als Ganzes nur sehr dürftig, so sind wir noch weniger in der Lage, die Geschichte der einzelnen Benedictionen zu schreiben. In verschiedenen Zeiten und in den verschiedenen Riten gewahren wir innerhalb der einzelnen Stücke zahl׳ reiche Abweichungen, die es wahrscheinlich machen, dass die Grundform der Benedictionen durch Hinzufügen und Weglassen verändert wurde. Wollten wir aber dieser Grundform der Tefilla nachforschen und die Entwickelung der Benedietionen bis auf den heutigen Tag verfolgen, so würde diese Aufgabe an dem Mangel an quellenmassigen Notizen aus alter Zeit scheitern. Was wir von Veränderungen im Text der Tefilla wissen, beschränkt sich auf wenige und unwesentliche Einzelheiten. Im Grossen und Ganzen zeigen die uns vorliegenden Texte alle dasselbe Gepräge. Andererseits