Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1902)
- Article
- Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
- Date
- 1902-11-01
- Page
- Seite 501 (sequence 11)
- Language
- German
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Die Wiederherstellung Israels unter den Acliänlernderu 501־ historisch sein (8—9)? Und■ aus welchem Beweggründe? Damit die Priester Israels für dein langes Leben des Königs und seiner Kinder opfern und beten mögen (10)? Das alles kann nur Tendenzzusatz des Chronisten sein.“ (Graetz Gesch. d. J, a. a. 0.). 6. Es. ist undenkbar, dass Darius alle Erfordernisse für Brand- und Speiseopfer verspricht, woran später selbst;ein Arfcaxerxes, der grosse Gönner des Nehemia, nach Neh. 10, 33 nicht gedacht hat. Es ist unerklärlich, dass Haggai und Sech, bei ihren Reden an die Tempelerbauer mit keinem einzigen Worte dieser höchst günstigen Anordnung des persischen Königs Erwähnung thun. Wie hätten sie sonst auf die geringen Mittel, die dem Tempel bau zur :Verfügung standen, hinweisen können (Hag. 2, 3. Sech. 4, 7—10.), während den luden doch aus den ."königlichen Einkünften die Vollendung ihres Werkes yerbürgt war (Kosters, 25)? 7. Es ist ganz, unmöglich, dass Darius in einem ofiiciellen Document die Fortdauer der persischen Herrschaft in Frage gestellt und von Königen und Völkern geredet haben könne, die in Zukunft seinen Befehl rückgängig machen könnten (Meyer Entstehung 51. Siegfried-Nowak a. a. 0. Baudissin. Einl. 1901. 288. Holzhey, Esra-Neh. 1902, 25, u. A.). 8. Zwischen 6, 5, und 6, 6, fehlt der Uebergang.;Das Kyros-Edict ist ohne Ende und das Darius-EJict ohne Anfang. Das spricht wider die Originalität dieser Edicte, In der That stützt Kosters auch darauf seine Quellenscheidung. 9. Wenn Darius auch gleich Kyros die Hierarchie liebte, so verehrte er doch keine fremden Götter; da er auch auf Behistan nur den Auramazda preist. (Winckler K. A. T. 3, 1902,117). Angesichts dieser Fälle von Unwahrscheinlichkeiteri und Unmöglichkeiten ist es wohl begreiflich, wenn ein Gelehrter wie Graetz, dem die Ergebnisse der modernen . Insehriftenforschung noch nicht bekannt waren, mit einem ׳gewissen Ingrimm sich gegen die Kritiker wendet, die sich dazu hergegeben haben, die Echtheit dieser Urkunden gelten zu lassen. Wieso aber die neuesten Forscher* denen doch authentische, unvoreingenommene und unzweideutige Auss.ag.en vorliegen, statt diesen zu folgen, es vorziehen, mit den gewagtesten Vermuthungen zu operieren, bleibt uns. ein