Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1902)
- Article
- Purim und Parodie
- Date
- 1902-09-01
- Page
- Seite 475 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Purim und Parodie. 475 6. Moses Glogau b. Zebi Hirsch, הבל להחיות, Altona 1803, Prag 18l6^(Catal. Bodl. ־ p. 1822/ Zeclner p. 272); Fürst I, 336: ״Glogauer״, bemerkt zur zweiten Ausg. ״mit Anhang von Grabschriften, Purim-Liedern“ u. s. w. Auch nach Catal. Rosenthal, Anh. 542/3, scheint der Anhang in der 2, Aufl. (die ich allein kenne) hinzugefügt, wie mir Iir. Red. bemerkt. Die 2. Ausg. ist unpaginirt; auf dem 4. Bogen findet in an zuerst ein aus dem Deutschen (ohne nähere Angäbe) übersetztes Lied ... שיר לפורים: האדמה שותה מים אשתה יין הדאגה אין Auf dem folg. Blatt gleichfalls 2 Seiten füllend: ,.קוד ש י ר ל פ ו ר י ם כפי מנהג השכורים. אקח כוס זה בידי ובכל אות נפש ומאוד־. (7. Gottloher?), s. oben II 6b אגרת הפורים. 8. Immanuel b, Salomo aus Rom (um 1320), der bekannte Verfasser der מחברות, einer Sammlung von Makamen, welche mehrmals gedruckt ist, erzählt, Cap. 25, wie er mit dem ״Fürsten״ am Purim in eine trinkende und trunkene Gesellschaft kam; es folgt ein langes Gedicht mit durchgehendem Reim רים (S. 222—24 Ed. Berlin); 80 Greise bringen gereimte Vierzeilen über den Wein vor, woran sich ein Gedicht von 54 Zeilen (Strophen), auf .תי reimend, über den "Wein, schliesst. Immanuel ist ein Meister des Wortwitzes in Anwendung von Bibelphrasen und der Satyre. Seine Kunststücke überschreiten schon das aesthetische Maass, und doch gab und giebt es Nachahmer bis ins Abgeschmackte. Das 25. Cap. ist als מחברת הפורים mit dem letzten C. (מ׳ תופת ועדן) in Berlin 1778 gedruckt, (Zedner p. 324; vgl. Litbl. d. Or. IV, 59 A. 88 c, X, 757). 9. Jehuda ha־Levi, dessen מי כמוך und andere Hymnen in verschiedene Riten aufgenommen sind (s. hier unter B), richtete in den Purimtagen ein Gedicht an Moses ibn Esra, anf. לפני כרוב, worin er Jehuda ihn Gajjath lobt (Divan ms. Bodl. n. 46, Neubauer, Catal. p. 644). 10. Josef .Conzio, ein gewandter hebräischer Schriftsteller ohne höhere poetische Begabung (vgl. Dukes1 Zur Kenntn. der neuhebr. rel. Poesie, 61, 146) hinterliess eine Gedichtsammlung, ms. Fiachl 1881 n. 25, worüber ich eine Mitteilung im Jahrbuch האסיף II (March. 1885) machte. — Die versprochenen Sonderabzüge vergass der Reclacteur, und ich habe den Druck nicht vor Augen, aber meine No- 30 Monatsschrift, 46. Jahrgang.