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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-09-01 · Heft 9-10 (September 1902) · p. Seite 451

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 9-10 (September 1902)
Article
Die Grabschriften der Familie Fränkel-Spira in Prag
Date
1902-09-01
Page
Seite 451 (sequence 2)
Language
German
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Die Grab Schriften , der Eamilie Eränkl-Spira in Prag. 451 ein einziges Mal eiue| Jahresangabe1) der Richtigstellung und nur hin und wieder die Monatsdaten2) einer Vervollständigung bedurften, ist ein neuer Beweis für die peinliche Sorgfalt, mit welcher der genannte Gelehrte seine Auszüge bearbeitet hat. Die Auffindung des Wortlauts der Grabschriften in den Aufzeichnungen, die von David Podiebrad und Leopold Popper auf Veranlassung der Beerdigungs-Brüderschaft gemacht worden sind, ist in vielen Fällen nicht leicht gewesen, weil die Hock’schen Nummern mit den Stichworten und Signaturen der Handschrift3) nicht übereinstimmen. Nichtsde stowen! ger ist die Identificierung überall geglückt. Der Dank für die mühevolle Arbeit gebührt dem Vorstand der genannten Brüderschaft, und besonders deren Obmanne, Herrn David Lieben4). Die sprachliche Form der Inschriften weist fast durchgehends die charakteristischem Kennzeichen des Verfalles der hebräischen Sprachstudien5) auf: Vernachlässigung der Elementar-Grammatik, schablonenhafte An- Wendung biblischer und talmudischer Wendungen, Härte des Ausdrucks, Gewaltsamkeit des Reimes6). Die vorliegende Veröffentlichung zeigt wieder einmal, was für eine Bereicherung unseres Wissens auf dem Gebiete der Gelehrten־ und Familiengeschichte und der genealogischen und literarhistorischen Beziehungen wir aus der unerschöpfliehen Fundgrube dieses Inschriftenschatzes zu erwarten haben. War doch Prag Jahrhunderte lang ununterbrochen ein Stammsitz der Gelehrsamkeit und literarischen Schaffens* Freudigkeit, von wo au3 der Osten Europas, besonders Mähren, Schlesien, Gross- und K1 e i n p o 1 e n mit Lehrern, Rabbinern und Gelehrten versehen worden ist. ג) In Nr. 20 (im Verzeichniss, Jahrg. 45. S. 207: N. 13). — 2) In den Nummern 4 und 5 (9); 6 (8); 7 (10); 8 (11); 11 (15); 12 (18); 7 ו (vgl. 20); 18 (27); 19 (vgl. 34); 21 (28); 22 (29); 23 (30); 24 (31); 27 (35) : 28 (34); 29 (36); 30 (37), 34 (44); 35 (43); 36 (40); 37 (vgl. 72); 38 (45); 39 (46); 40 (47); 41 (48); 42 (51); 43 (vgl. 54); 44 (49); 45 (50); 47 (53); 49 (vgl. 20); 51 (47) 55;(60) 54;(59) 53;(58) 52 ן (62) : 59 (63); 60 (66): 61 (67); 62 (68); 64 u. 65 (vgl. Nr. 59); 66 (70); 67 (71); 68 (72). — 3j Die neuen Signaturen finden sich an der Spitze jeder Inschrift. Die beiBK [Hock• Kaufmann] gebrauchten Signaturen finden sich in dem Verzeichniss im vorigen Jahrgang.— 4) Hin und wieder hat er auch Verbesserungen, meist nach den Notizen Koppelmann Liebens, hinzugefugt. Ich habe sie zum Theil in meine Anmerkungen aufgenommen und überall den Urheber dabei genannt. — ö) Vgl. ßapoports Einleitang zu GE [Gal Ed], S. XXXVIII ff. — *) Nähere Nachweisungen habe ich gelegentlich in den Anmerkungen zu den einzelnen Grabschriften gegeben.

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