Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1902)
- Article
- Miscellen über Saadja
- Date
- 1902-07-01
- Page
- Seite 365 (sequence 2)
- Language
- German
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Miscellen über Saadja, 365 ורואה פני המלך, אחשתרנים גדול מתרי מינים .... .־ופרוש אחש בלשון מדי גדול. Dagegen gehört das Citat in Josef Ibn Nachmias’ Comm. zu Ester I5 4: ורבי סעדיה דל פירש כי כיוון להראות עושר הסגן שלו ויקרו וממנו יוכל הרואה להבחין מה בין עושר ויקר הסגן לעושר ויקר המלך . . . ולכך אומר כבוד מלכותו תפארת גדולתו ולא אמר מלכותו גדולתו nicht Saadja an, wie Steinschneider (Kaufmann-Gedenkbuch, p. 156, wo irrtümlich II, 4) annimmt, da der Gaon diesen Vers in s. religionsphilosophischen Werke (Abschn. II Ende) anders erklärt, s. ’Amanät, ed. Landauer, p. 112: ... וכלמא בוגרת אלאלפאט אלםקדטדי• כאן פיהם אגל כמא קאלת פי ג׳ אלפאט בהראותו את עשר כבוד מלכותו ואיצא ואת יהר תפארת גדולתו ואנמא יריד עשרו וכבודו ומלכותו ויקרו..ותפארתו וגדולתו פנאסבת אלאוצאף 1בעצהא בעצא). Doch galt Ester bisher als verschollen. Nun enthalten die in letzter Zeit in grosser Anzahl von Jemen nach Europa angelangten Bibelhandschriften, und zum Theil auch die Gebetbücher* 2), auch arab. Uebersetzungen zum Buche Esther. So zwei biblische Handschriften in Oxford (Cat. Neub. 2333 u. 2484) und damit übereinstimmend ein Siddur (ib. 2498). Ebenso enthält ms. 242415 ein Blatt zu V, 9—VI, 43). Dann 4 Handschriften des British Museum (Cat. Margoliouth I, nr. 145. 147. 149. 150), die ebenfalls aus Jemen stammen. Da nun diese Handschriften meistens (wenn auch nicht ausschliesslich) Uebersetzungen Saadja’s enthalten, so musste auch die Uebersetzung zu Esther daraufhin geprüft werden, ob sie nicht etwa die des Gaon bietet. Leider aber ist dies bis jetzt nicht geschehen. Glücklicher Weise aber ist uns jetzt eine solche Uebersetzung durch den Druck zugänglich, und zwar in einem Gebetbuch nach jemenischem Ritus, ed. Wien 1896, p. 403—4234). Inwieweit diese Uebersetzung, 5 die nun ebenfalls aus Jemen stammt, mit den oben genannten übereinstimmt, können selbstverständlich nur diejenigen feststellen, denen die Hand- Schriften zugänglich sind. Doch dürfte die Uebereinstimmung keine vollständige sein. So lautet z. B.I, •2 bei Neubauer in ms. 2333: פי ד־לך אלזמאן ענדגלוס אחשורוש אלמלך עלי כרסי מלכה אלד־י ג) Sonst aber ist bekannt, dass Josef Ibn 17. arabisch verstanden und Saadja Öfters, benutzt bat, so z. B. in seinem Mischle-Comm., s. ZfHB I, 118. ‘ 5 2) Ueber diese s. jetzt Bacher, JQR XIV, 581 ff. ' ’ s) Eine andere . Uebersetzung imdet sich handschriftlich am fiande eines gedruckten Exemplars von Aräma’s עקדת יצחק (Cat. Neub. 135), doch ist darüber nichts Näheres bekannt. 4) S. meine Beschreibung dieser Ausgabe in JC^R XV. 28*