Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1902)
- Article
- Nochmals der hebräische Sirach
- Date
- 1902-07-01
- Page
- Seite 329 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nochmals der hebräische Sirach. 329 andererseits der Hauch, der Schaum auf dem Wasser. (גפת bei H kann übrigens wie bei Bensew שפת yjzikovc; ge- 1 esen werden; ג entsteht leicht aus verwischten ־שBestandtheilen.) So führt von Bensew die einfachste Erklärung wieder zu S zurück. H hat statt des Grases den Regen. Da H in Palästina entstanden ist, G in Aegypten, so hat der jüngere Sirach statt dessen das Gras gesetzt; und är/zi soll das egyptische אחו Gen. 4lg (LXX z. St.) und Hiob 8n sein. Das scheint ein in aegyptisch-jüdischen Kreisen bekanntes Wort gewesen zu sein und kann mit viriditas übersetzt werden. S dagegen hatte H קרומית vor sich und übersetzte demgemäss. Wollte man an dem Vorhandensein von WiederholuDgen die Ursprünglichkeit oder Unechtheit von H oder irgend einer Sirachquelle beweisen, so müsste man vergessen, dass a 11 e Quellen derartiges haben. Ein vielgelesenes, beim Gottesdienste selbst gebrauchtes und ausgelegtes Buch (24x ff.) konnte dem nicht entgehen; das hat auch vor Marg. Niemand geleugnet. Das beweist wieder Nichts gegen H. IV. Von den sonstigen Aeusserungen Marg.’s hebe ich nur die hervor, dass er Bensew für den besseren Hebraisten hielt, als den oder die Verfasser von H. Ja, man kann auch sagen, Körner schreibe besser als Schiller. Körner würde in einem grossen Trauerspiel nie gesagt haben : ״Macht, dass Ihr fortkommt! Euer treuer Isolanl“ Er bedurfte, wie seine Zeit, der beständigen Erhabenheit. Bensew würde weder 'בקרומית, noch וכל צורך בעתו יספיק gesetzt haben; seine Zeit bedurfte des biblischen Hebräisch. Das ist auch ein Beweis für die Echtheit von H, dass ihm die Sprache in ihrem Schwung keine Mühe macht, dass der Parallellismus ganz von selbst in einer ausser der Bibel eingeführten Weise bei ihm hervorkommt, und dass er auch Worte seiner Zeit anwendet, ohne immer nach den schwungvollsten Ausdrücken zu suchen♦