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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1902) · p. Seite 240

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1902)
Article
Einiges über die Taqanot Schum
Date
1902-05-01
Page
Seite 240 (sequence 2)
Language
German
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IRI
…/2829132-2829760-2829764-2883918--31367-2883983
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240 Einiges über die שרם /YUpr!♦ Stelle einnimmt, verdankt es nur der zufälligen Wahl eines aus dem Talmud bekannten Wortes für eine kurze, zusammenfassende Benennung der drei mit einander verbundenen Gemeinden und nicht ,etwa irgend einer bevorzugten Stellung im Yerbande der drei Gemeinden. Diese hielten als gleich׳ berechtigte und gleichbedeutende treu zu einander, und wird Mainz als die ältere Berühmtheit in der Regel zuerst genannt, so oft sie mit Namen zusammen angeführt werden. Vergl. Resp. des R. Mose Minz Nr. 10 u. a. Für einen Yortritt von Mainz sprach auch die Priorität in dem Erlass von zahlreichen Verordnungen für die drei Gemeinden durch R. Gersom Meor ha-Gola. Es geschieht das in der Regel, aber nicht immer, denn häufig wird auch Speyer zuerst genannt. Nur Worms wird entsprechend seiner geographischen Lage zwischen den beiden Gemeinden Mainz und Speyer stets in der Mitte derselben erwähnt. Doch hat Speyer thatsächlich für den Erlass von Verordnungen und Synodalbeschlüssen zuweilen auch die Führung übernommen. Das erkennen wir aus einer neuen Version der bekannten Tekanot, die ich dem handschriftlichen צדה לדרך entnehme, und die hiermit zum ersten Male veröffentlicht wird. Ich verdanke dieselbe der Güte meines hochverehrten Freundes, Herrn Dr. Michael Friedländer, Directory des Jews College zu London, der mir die Abschrift selbst besorgte. Das Ms. des צדה לדרך gehörte dem seeligen S. H. Haiberstam und ist jetzt im Besitz dieses College zu London. Ueber das Werk hat der seelige Halberstam in seinem קהלה שלמה p. 5 ff genaue Auskunft gegeben. Danach besteht es aus zwei Theilea und ist von dem gedruckten צדה לדרך des Menachem b. Serach völlig verschieden. Es enthält eine Sammlung alter liturgisch-poetischer und halachischer Stücke, Lieder, Gebete, Gebetordnungen und vieler Tekanot. Papier und Schriftzeichen weisen auf Deutschland und auf ein Alter von. wenigstens über 450 Jahren (נכתב לפני שנת ר׳) hin. Der Schreiber nennt sich Jechiel, und der Name des Verfassers scheint Joseph zu sein. Die תקנות הקהלות, die hier veröffentlicht werden, befinden sich im .2. Theile auf Blatt 250a. Diese תקנות הקהלות stimmen in Vielem mit den תקנות überein, weiche am Ende der Responsen des R. Meir b. Baruch aus Rothenburg ed. Prag 112a und in den Responsen des R. Mose Münz Nr. 102 veröffentlicht sind; in Vielem weichen sie aber auch ab von ihnen. Es fehlen im צדה לדרך mehrere תקנות,

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