Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1902)
- Article
- Purim und Parodie
- Date
- 1902-03-01
- Page
- Seite 187 (sequence 12)
- Language
- German
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Purim und Parodie. 187 IY. Dramen. V. Künstliche Coropositionen. YI. Yerschiedenes. VII. Andere sogen♦ Purim. VIII. Chanukka. IX. Quellen. Berlin, im Mai 1902. Besprechungen. H. L. Strack. Grammatik des Biblisch-Aramäischen, mit den nach Handschriften berichtigten Texten und einem Wörterbuch. 3. grösstentlieils neubearbeitete Aufl. Lpzg. 1901. J. C. Hinrichs. Das kurz gefasste Lehrbüchlein Strack’s hat sich offenbar schnelle Beliebtheit errungen, da es in kurzer Frist eine 3. Auflage erreicht hat. Der Verfasser war mit gutem Erfolg’ bemüht, das, was zur übersichtlichen Darstellung und zum Verständniss dieses wichtigen altaramäischen Dialekts erspriesslicli war, in knapper Form heranzuziehen: so z. B. die Vergleichung mit den Formen in den altsyrischen Inschriften. Die Dar- Stellung der Paradigmen und die Aufzählung der vorkommenden Formen der Verba sind übersichtlich und zweckmässig. Einige Beanstandungen im Einzelnen, die den Werth des Buches nicht wesentlich beeinträchtigen, möchte ich hier anfügen : S. 20 durften die snffigirten masc. Pluralformen auf ינא ,יד, ,יך nicht ohne Vocale gegeben, sondern mussten sowohl die Lesung des K’re wie des K’thib beigefügt werden. — In § 16 (Verba guttur.) sollte es statt des vagen ״Vorliebe für den a-Lautcc heissen ״i wird vor auslautendem Guttur’al lind r zu a“. — Bei den Verba פ״נ § 18 sollte die Grundregel, dass das נ am Silbenschluss im b.-Aram. bald assimilirt wird, bald nicht, vorang’estellt und dann beim Imperativ gesagt sein, dass dieser durchweg wie von assimilirten Formen des Impf.’s ans zurückgebildet werde. — Der Verzicht auf eine genetische Erklärung der Verbalformen wirkt besonders hei denjenigen ult. א recht störend,־ doch würde es viel zu weit führen, hier auf das Einzelne einzugehen. Auf den Abdruck der biblisch-aramäischen Texte hat Verfasser wieder viel Mühe verwendet. Für die 3. Auflage hat er neu einen Londoner Codex mit supralinearer Vocalisation (L) durch Margolioutb, einen Petersburger (P). durch Harkavy vergleichen lassen und druckt noch weiter den Inhalt zweier Doppelblätter aus der Geniza von Kairo (G) ab (Dan. 3, 12—15; 20—24), die Dr. P. Kahle für ihn in Cambridge copirt hat. Der Werth dieser Vocalisationsarten ist aber im Einzelnen erst noch festzustellen. G hat z. B. neben im Ganzen vertrauenerweckender Vocalisation auch Schreibungen wie (transscribirt, וחבא D. 3, 13; ,20 .13 .12 ,3 גבר^א. 22, (nach syr. Art) 15 ,3 לצלמא. defectives אלך und על ך . Letzteres wie Kre), von denen ein Theil sehr befremdlich, die meisten unrichtig sind, Bei dem Abdruck der Texte hat Strack zuweilen Abweichungen vom massoretiselien Text vorgenommen, was nicht gebilligt werden kann. So