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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-03-01 · Heft 3-4 (März 1902) · p. Seite 156

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 3-4 (März 1902)
Article
Jehuda ha-Lewi oder Moses Ibn Esra?
Date
1902-03-01
Page
Seite 156 (sequence 4)
Language
German
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156 Jehuda ha־Lewi oder Moses ibn Esra? Herz erbebt, so ich ihn höre (da er den Freund, der ebenfalls diesen Namen trägt, mir in Erinnerung bringt); nur das kann der Sinn dieses Verses sein. Der Schlussvers indessen würde bei dieser Annahme unverständlich bleiben; dieser ist nur zu erklären, wenn wir — Moses Ibn Esra als Verfasser unseres Gedichtes ansehen. Im Diwäa Jeh. ha- Lewi’s *) finden wir nämlich ein Muwassah, das mit den Worten beginnt : תן 1־יןזןז בעזמי מןאת ןליל יפי und Moses Ibn Esra gewidmet ist. Haben wir in dem in Frage stehenden Gedichte die Antwort auf dieses Freundschaftslied Jehuda ha-Lewi’s, dann ist der Sinn des Schlussverses klar. Der Dichter will sagen : Vielleicht wird der von ihm (dem Freunde) ausgehende Wohlgeruch den erreichen, der stets im Munde führt des Freundes Lied תן ריחך בשמי! Es wird ferner durch diese Annahme auch Vers 10 ia’s wahre Lieht gesetzt: Es ist eine Anspielung auf die Worte Jehuda ha-Lewi’s (in. dem genannten Gedichte): אם יסעזך נומי מחוות באלופי .קסם ואיוב נסה בערו ולןד*עזפי Dass es die Art Moses Ibn Esra’s ist, in den Schlussversen seiner Gedichte die Anfänge jener Dichtungen wiederzugeben, die er beantwortet, wissen wir auch von anderer Seite, Seine Dichtung * 2נפת שפתים) ist die Antwort auf ein Gedicht des Salomo Almudllam, das mit den Worten עב תערף או יזלר עיניס anhebt3); Moses schliesst sein Lied mit den Worten: תקרא אני עזןדזה לעזרת מהלל עב תעריף איו יזילו עימם Wie so Vieles, hat wohl Moses Ibn Esra auch diese Feinheit von seinen arabischen Dichterbriidern gelernt. ג) In meiner ed. I, p. 122, Nr. 86; vgl. das. Anm. p. 201, wo schon die hier näher begründete Vermutung angedeutet ist. 2) Steinschneider־Jubelschrift, hehr. Abt., p. 36 ff. 3) Ein. Gedicht das mit diesen Worten beginnt, ist in גנזי אהססורד p. 18 abgednickt. Dieses, dem Jeh. ha-Lewi gewidmet, ist dort fälschlich Moses Ibn Esra beigelegt; in der That־ ist Salomo Almu‘allam der Verfasser (vgl. Kaufmann, Jehuda Hal'ewi, S. 12, Anm. 2 u. Egers in Heibr. Bibliogr. XVII, 62; danach ist ZfHB. I, 78 zu ergänzen und Anm. 4 in der Steinschneider-Jubelsckrift 1. c. zu berichtigen). Dasselbe Gedicht, entsprechend geändert, dürfte Salomo auch Moses Ibn Esra gewidihöt haben. -

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