Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 45 (1901)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Zu Saadja's Pentateuchübersetzung [Nachricht]
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 566 (sequence 2)
- Language
- German
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566 Notizen. Was die von Sclimiedl ebenfalls als befremdlich, erklärte Anwen־ düng des Wortes ק מיץ zur Wiedergabe von בגד in Gen. 39 betrifft, so ist vielleicht ein Hinweis auf die Aeusserang Ibn Esra’s (Comm. zu Gen. 2, 11) gestattet, wonach Saadja bei seiner Pentateuchübersetzung auch muham in ©dänische Leser im Auge hatte. Er wendete absichtlich den Ausdruck pöp an, weil derselbe, durch die 12. Sura des Korans,, gleichsam zu einem Inventarbestandtheile der ״schönsten der Geschichten‘1 geworden war. Budapest. W. Bacher, II. In Heft 3/4 der Monatsschrift S. 128 spricht Herr Dr. Schmied! in seinen ״Randbemerkungen zu Saadja’s Pentateuchübersetzung ed. Derenbourg“ seine Ansicht dahin aus, dass die Uebersetzung der Worte 5) משה **יש האלהים. B. M. 33, 1) mit מלסי רפו ל אלהה und der Worte 2) ויאמינו בה׳ ובמשה עבדו. B. M. 14, 31) mit •ואמנו באלהה ובמוסי ר סול ה auf den Fehler eines Abschreibers zurückzuführen sei. "רםול"■ sei ״eine stehende islamitische Bezeichnung, die der Stifter des Islam usurpirend für sich in Anspruch nahm“. Die Uebertragung auf Moses entspreche nicht dem Geiste und der Denkweise Saadja’s. Schm. empfiehlt deshalb anstatt ,ר סול אלדד zu lesen ,נבי אלהד*!Die Verbesserung erscheint unnöthig. Saadja wendet auch sonst mit Bezug auf Moses den Ausdruck רסול an3 so in seiner Einleitung zum Psalmeneommentar אנה לס ירזל רסולה מוסי * * * * אלא פי׳אלוקת u. s. w. Bacher (ibn Esra’s Einleitung zum Pentateuchcommentar p. 34) stellt fest, dass Saadja gern den Muhammedanern geläufige Ausdrücke wählt. Die dort angeführten Beispiele lassen sieh, wie ich an anderer Steile bereits früher bemerkt, noch durch weitere vermehren. So gebraucht Saadja in der Erklärung־ zu Psalm II סלטאן, ferner anderswo שיך für נביא זקן* Es liegt hiernach kein berechtigter Grund für SchmiedPs Annahme vor. Kattowitz. Dr. Jacob Cohn. Besprechungen. Freudenthai, Max, Dr., Aus der Heimat Mendelssohns. (Moses Benjamin Wulff und seine Familie, die Nachkommen des Moses Isserles). Mit 3 Lichtdrucken und 1 Familien-Tafel. Berlin. F. E. Lederer (Franz Seeliger). 1900. VIII. 304 SS. 8. Bei der Nachforschung über die Ahnen Moses Mendelssohns wurdeder Verfasser auf eine in «Dessau, der Geburtsstadt des deutschen Sokrates, lebende Familie aufmerksam, auf die Familie des Hoffactors oder Hofagenten Moses Benjamin Wulff. Eingehend behandelt er ihre Schicksale und Bedeutung, unter Benutzung eines reichhaltigen Materials, das die Staats-, Stadt- und Gemeindearchive (zu Zerbst, Berlin,. Magdeburg, Dresden, Leipzig, Dessau u. a. m.) enthalten. In gründlieber Durcharbeitung des aufgefundenen Stoffes werden in trefflicher Darstellung die Stammväter jener Familie (Moses Isserles und Simon Wolf der Wilner) sowie ihre Nachkommen in Berlin, HaLberstadt, Halle׳ u. a. 0. in vier Abschnitten, vorgeführb. Während der erste Abschnitt (S. 7—34) von Moses Isserles bis zur Niederlassung seiner Nachkommen in Dessau handelt, steht im Mittelpunkte der folgenden Abschnitte- Moses Benjamin Wulff oder Moses Dessau. In anschaulicher Weise wird