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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1901-01-01 · Heft 5 · p. Seite 451

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
45 (1901)
Issue
Heft 5
Article
Studien über die Beschneidung
Date
1901-01-01
Page
Seite 451 (sequence 19)
Language
German
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Stadien über die Beschneidang. 451 Ein solches relatives Hinderniss bei dem ׳Gatten, kann — wenn die körperlichen Terhältnisse der Gattin gleichfalls ungünstig für die n ormale Empfängniss sind ־— mit diesen zuam mengenom me n, bei einem Ehepaare die völlge Unfruchtbarkeit als Summe der beiderseits vorhandenen störenden Momente ergeben. Auch bei uns in Mitteleuropa sind die Fälle nicht selten, dass auf diese Weise ein Ehepaar kinderlos bleibt, namentlich, wenn der Mann eine phimotisch verengte Vorkaut besitzt; um wie viel häufiger musste dies in den südliehen Gegenden Vorkommen, wo Hypertrophieen der Vorhaut häufig, nahezu allgemein sind. Dies war — nach der biblischen Darstellung — offenbar der Fall bei Abraham und Sarah. Bei Hagar mögen normale, für die Empfängniss günstigere Verhältnisse bestanden haben, es war daher dem Abraham trotz seiner Vorhaut möglich mit ihr ein Kind zu zeugen. Nicht so bei Sarah, deren Körperbeschaffenlieit jedenfalls für die Empfängniss ungünstig war. Klagt sie doch selbst, ״dass Gott sie verengte, auf dass sie nicht gebäre“. (Genes. XVI, 2) הנה נא עצרני ד מילדת.. Aber dieses Hinderniss ihrerseits war auch nur ein relatives. Ihm hatte sie nicht g e b o r e n, (bemerkt richtig ^eine Haggada) wäre sie mit einem Anderen verheiratet gewesen, würde sie wohl geboren haben“1). Unter solchen Umständen musste wenigstens von einer Seite das Hinderniss binweggeräumt werden, sollte dieses Ehepaar je Kinder zeugen — und dies geschah durch die Beschneidung Abrahams2). In der Beschneidung, durch Sie!bildet oft einen Sack in welchem das Sperma sich ansammelt and statt im Strahle zu fliessen — tropfenweise abgeht. Vgl. Philo a. a. 0. 1) Midrasch r. za Genes, xvi, 1 — ושרי אשת אבדם לא ילדה לו לו לא ילדה, אילר היתד, נשאת לאהד היתד. יולדת.. 2) Dr, Labarthe beschreibt einen Fall, welcher mehr als lange Auseinandersetzungen geeignet ist den Gegenstand zu illustriren. — Ein 29 Jahre alter Rentier hatte sich im Jahre 1869 mit einer gesunden, 24 Jahre zählenden Frau von guter Constitution verheiratet. Nach mehrjähriger kinderloser Ehe Hess sich die Frau von mehreren Aerzten untersuchen, welche sie für gesund und vollständig normal erklärten. Von nun an war der häusliche Friede gestört. Nun liess sich der Gatte von Labarthe untersuchen, welcher feststellte, dass derselbe, zu jener Zeit völlig gesund und normal gebaut war, mit Ausnahme der Vorhaut, 29*

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