Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 45 (1901)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Frankels Einleitung in die Mischna
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 275 (sequence 14)
- Language
- German
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Frankels Einleitung in die Mischna. 275 todt“, das war die allgemeine Losung/ — Dagegen schreibt Kirchheim im October 1861 — bei Besprechung einer Streit״ schrift gegen Frankel — Folgendes : ,.Wir haben aus der reichliehen Fluth dieser Unkenbrochüren keinen neuen Stoff, keinen klaren geistigen Gedanken, herausfiltrieren können. Und wenn man eines dieser gegnerischen Producte gelesen hat, so kennt man sie alle; sie sind in einer Mühle ge״ mahlen, nach einer Schablone verarbeitet, von einem Werkmeist er beaufsichtigt, von einem Zahlmeister bezahlt — und eine Zukunft haben sie alle/ — Diese Polemik in ihren Einzelheiten zu verfolgen, wäre für die Kenntniss der damaligen Parteiströmungen recht interessant. Doch müssen wir uns dies versagen und begnügen uns, bloss einen kurzen Abriss der polemischen Litteratur anzugeben. Zunächst trat gegen Frankel auf Veranlassung Kirschs ein gewisser Gottlieb Fischer aus Stuhlweissenbürg auf. Im Dezember 1860 begann derselbe sein von Hirsch ins Deutsche übertragene Sendschreiben im Jeschurun zu veröffentlichen; die anderen Fortsetzungen erschienen im Januar und Juni 1861. Hirsch selbst nahm das Wort (Januar 1861) in einer Anmerkung zu Fischers Sendschreiben, dann im Februar desselben Jahres zur Beantwortung eines Privatbriefes eines Seminaristen H. C. Im März schrieb Hirsch gegen die Verwahrung der Hörer, gegen Beers Aufruf und Landaus Artikel einen Aufsatz mit der Bezeichnung «vorläufige Abrechnung“, im April gegen Frankels Erklärung und im Juli gegen Rapoports Verteidigungsschrift. Ausserdem nahm er ein Schreiben aus Hamburg gegen Landau und eines von einem gewissen Deutsch gegen Duschak auf. Ferner wurden bereits im Februar auf Hirschs Veranlassung zwei Flugblätter, eines in deutscher und eines in hebräischer Sprache, gegen Frankel verbreitet. Im Mai erschien in der Allg. Zeit. d. Jud. eine offene Erklärung zu Gunsten Hirschs von dem Comite zur Neuconstituirung der mährischen Gemeinden, unterzeichnet von Abraham Placzek und anderen. Der Sommer brachte noch zwei hebräische Streitschriften gegen Frankel, nämlich הצ1פה על דרכי המשכה von H. B. Auerb a c k und מפני קשט von Klei n aus Colmar. Für Frankel schrieben, u. zw. in der Allg. Zeit. df Jud. ]861, — im Januar Kirchheim einen Brief aus Frankfurt, dann die Hörer des Seminars die Verwahrung (gegen die