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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1901-01-01 · Heft 3 · p. Seite 237

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
45 (1901)
Issue
Heft 3
Article
Zacharias Frankel
Date
1901-01-01
Page
Seite 237 (sequence 11)
Language
German
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Zacharias Frankel. 237 Stadien begonnenen Untersuchungen fanden ein Jahrzehnt später in der soeben angeführten Schrift, ״über den Einfluss der palästinischen Exegese auf die a 1 e xandr i nis che Hermeneutik״ ihre weitere Ausführung und in der als Beilage zum Programm über die Er- Öffnung des jüdisch-theologischen Seminars erschienenen Abhandlung ״über palästinische und alexandrinische Schriftforschung“ (Breslau 1854) in einer historischen und philosophischen Charakteristik der die beiden verschieden gearteten Bildungskreise bewegenden geistigen Kräfte ihren Abschluss. Frankel kam dabei zu dem Ergebnisse, dass die vorwiegend von der philosophisclien Speculation beherrschte Richtung des alexandrinischen Judenthums den Inhalt der heiligen Schrift allmälig zu leeren Schemen und unfruchtbaren Begriffen verflüchtigt und es dadurch für die Anhänger dieser Richtung zur Auflösung gebracht habe. Dagegen hat die gläubig und liebevoll den Inhalt des Schriftwortes erforschende Thätigkeit der palästinensischen Schriftgelehrten die Schrift selbst stets als ein Lebendiges erhalten, den vollen Inhalt ihrer Lehren entwickelt, in der Halacha das Leben in seinen verschiedenen P'ormen religiös und gesetzlich ge־ regelt, in der Haggada dem Gemüthe eine erfrischende Anregung, dem Denken erhebende und begeisternde Ziele und Hoffnungen gegeben. An dieser Schriftforschung haben die folgenden Geschlechter sich gebildet, und sie hat für alle weitere Entwickelung des Judenthums die Richtung vorgezeichnet״ (das. S. 42). Die Formen dieser Schrifterklärung und die allmälige Bildung der Halacha, die in dieser Programmarbeit in grossen Grundzügen gezeichnet wurde, im Einzelnen zu erforschen und zu entwickeln, ward jetzt der hauptsächliche Gegenstand der Arbeiten Frankels. Doch die Universalität seines Geistes vermochte sich nicht auf ein Gebiet zu beschränken und so schuf er zugleich zur Belebung und Kräftigung der geistigen Interessen des Judenthums diese noch heute fortgesetzte ״M onatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judenthums“, von der unter seiner Redaction seit Oktober 1851 siebzehn Jahrgänge erschienen sind, die eine Fundgrube bilden für die mannigfaltigsten wissenschaftlichen Studien und Zeitschilderungen. In ihr legte er seine kleineren Arbeiten nieder. Ein.r

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