Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 45 (1901)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Prager Notizen zur Biographie Zacharias Frankels
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 221 (sequence 9)
- Language
- German
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Prager Notizen zur Biographie Zacharias Frankels. 221 in der Lage war, Erläuterungen und Auslegungen seines Grossvaters in dessen Kamen su geben, trotzdem er bei dessen Tode ein siebenjähriger Knabe war. Löb, Sohn des Maier Fischei, mit dem Beinamen Bunzel, weil sein Vater Meier aus Bunzlau in Böhmen stammte, war nämlich am 4. Adar 1732 geboren, und starb , 16. April 1808. Dessen Vater, der Urgrossvater Zacharias Frankels, Meie!' Fischei Bunzel (gestorben im hohen Alter am 17.. Kislew 1770) war nicht nur ein hocharigesehener Gelehrter, sondern auch durch Beichthum und Wohlthätigkeit wie durch Klugheit und Frömmigkeit in gleicher Weise ausgezeichnet. Er wird auf seinem Grabdenkmal (ein sogenanntes Haus mit In* Schriften auf sechs Seiten) auf dem alten Friedhofe in Prag bezeichnet als: הגאון מוה׳ מאיד כן כמוה״ר אפרים פישל מבומסלא שהיה בן לאותו צדיק כמו״ה מאיר בימעס .בן מוה״ר יוסף בימס גבאי צדקה בק״ק בומסלא וראש שלשלת יחופין מהגאון מהר״ל מפראג. Der oben erwähnte Moses Fischei, Sohn des Lob Fischei, der Pathe und Oheim Zacharias FrankeFs, genoss nicht minderen Ansehens. Er war 11. Februar 1766 geboren und starb 30. Januar 1835. Er war, wie seine Vorfahren ein grosser Talmudgelehrter, angesehener Kaufmann, Vorsteher des von Mardochai Meisel gegründeten israelitischen Hospitals in Prag und besonders als Armenvater verehrt. . Bermann, Sohn Simon Frankels, der Grossvater FrankePs väterlicher Seits, starb 7. Tischri 1811. Die Grabinschriften der Eltern Z. FraukeFs lauten in ihrem biographischen Theiie : *) Rabbi Maier Fischel war, wie Podiebrad, Alterthümer, S. 150, berichtet, ״dreimal verehelicht, und nur seine letzte Ehe mit Jitel, Witwe nach Rabbi Akiba (I), Eger blieb kinderlos. Aus seiner ersten Ehe mit Jitel (Tochter des in Sidon 1747 verstorbenen Rabbi Moses Günsbürg) stammen die Söhne : a. ) Rabbi Löb Fischel, der die talmu’dische Lehrkanzel seines Vaters viele Jahre bekleidete. b. ) Anselm und Gabriel, letzterer Grossvater des Chefs der Firma D. G. Fi5chel’s Söhne in Prag. c. ) Die Töchter Ester und Mirjam, letztere Stammmutter der Banquiex־Famüie Laaken in Amsterdam. Aus seiner zweiten Ehe mit Ritsche!, (Tochter des Primators Simon Frankel), stammt der Sohn Rabbi Moses Fischer, Rabbiner zu Wien.“