Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 45 (1901)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Ein Amulet der Sammlung Strauss
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 178 (sequence 3)
- Language
- German
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178 Ein Amulet der Sammlung Strauas. .ידדה צבאות הוא שמו / יהוה שטו לעולם ידווה / אני יהוד. הוא שמי Aussen an den 4 Seiten des Quadrats herum die vier Engelnamen: אוריאל / גבריאל / רפאל / מיכאל. Das Originalstück (Bronce g u s s, 43 Mm.) dürfte wohl im 16. Jahrhundert entstanden sein; wurde aber, — anscheinend im 17. Jahrhundert — nach ge prägt (Silber, hohlgeprägt, gehenkelt, 12 Gr.; Bronce 39 Mm.). Besehriehen wurde das Stück bereits von dem 1711 gestorbenen Rathsherrn und Kaiserlichen Rath Johann Sigmund von Haunold, in dessen ״Theatrum Monetarium׳״ (Hs. R, 666 der Breslauer Stadtbibliothek), der die Inschriften auch aLle richtig gelesen und nur die Worte נין יכין nicht zu entziffern vermochte, was sich daraus erklärt, dass in beiden Worten das נ mehr einem יב das ן mehr einem ז gleichen. Beide Buchstaben sind jedoch aut diesem Stücke auch an anderen Stellen, wo über deren Bedeutung kein Zweifel möglich, in der ganz gleichen Form gegeben. Nicht uninteressant ist übrigens, was Haunold über die Erwerbung des in seinem Besitze befindlichen Exeinplares sagt: ״Ad me Posnio ex Ungaria transmissum est Archetypon ibidem Orichalceum, unä cum relatione, demptum id esse Turcae captivo, qui in sacculo sollicite custoditum, ut rem sanctissimam, et tamquam probatissimum am ule tum secum portavit, nec nisi cum ipsius vitae amissione, Caesareano militi, id solum, aurum esse opinatus, poscenti, concedere voluit“. Der Umstand, dass der Soldat das Messingamulet für Gold hielt, lässt darauf schliessen, dass das Stück als es erbeutet wurde, noch ziemlich neu war und daher wohl erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts geprägt sein mag. Hiergegen könnte es vielleicht sprechen, dass Haunold vorher sagt: ״ Thomas Bangius in Exercitationibus Philologico-Philosophicis pag. 195 eundem in typ. exhibet, sed abs. explicationeV da Bang 1600—1661 lebte; doch könnte seine Abbildung vielleicht ein Originalstiick darstellen, was sich, wenn die Abbildung vorläge, leicht aus der Grösse ersehen liesse. Wenn ich übrigens nicht irre, so ist auch die mir leider nicht vorliegende Schrift: Dichiaratione di Don Angello Gabriello Anguissola, canonico regolare del Salvatore Lateranense, della Hebraica Medaglia detta Maghen DaVid et Abraam. Milano 1617. Con licenza de1 superior i. fol. VIII u, 49 pp. 4 Tafeln Abbildungen und 6 Textillustrationen der Erklärung des hier in Frage stehenden Amulets gewidmet.