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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1901-01-01 · Heft 2 · p. Seite 125

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
45 (1901)
Issue
Heft 2
Article
Randbemerkungen zu Saadia's Pentateuchübersetzung, ed. Derenbourg
Date
1901-01-01
Page
Seite 125 (sequence 2)
Language
German
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Randbemerkungen zu Saadias Pentateuchübersetzung. 125 TJebersetzung in Aussicht gestellt, doch hat der Tod ihm die Feder aus der Hand genommen, ehe er die Zeit gefunden, sein Versprechen einzulösen. Hoffentlich wird eine andere kundige Feder sich dieser Aufgabe unterziehen uncl sie auch befriedigend lösen. Inzwischen jedoch mögen einige von den Notizen, die sich bei der eingehenden Lectüre des Werkes dem Schreiber dieses ergaben, in diesen ernster Forschung gewidmeten Blättern geneigte Aufnahme finden, Saadia's Pentateuchübersetzung verdient unstreitig unter den hervorragendsten Schöpfungen, die wir der fruchtbaren arabisch-jüdischen Litteraturepoche verdanken, einen Ehrenplatz in vordester Beihe, und sie hätte auch jenes ehrende Dichterwort, mit welchem Naphtali Hartwig Wessely das Erscheinen der Mendelssohnischen Pent.-Uebersetzung begrüsste, vollauf verdient: לא בא כבשם הזה רק הפעם! — Man könnte auch, zwischen den beiden Uebersetzungen eine Parallele ziehend, annehmen, dass, sowie Mendelssohn bei seiner deutschen TJebersetzung nebenbei auch einen nationalen Zweck vor Augen hatte — dass nämlich seine jüdischen Zeitgenossen daraus ein correctes Deutsch erlernen sollten — ebenso vielleicht auch der erleuchtete Geist Saadia’s bei seiner arabischen TJebersetzung nebenbei von einem ähnlichen nationalen Beweggrund geleitet war. Noch ein Jahrhundert nach Saadia klagt Ibn Ganäch über die mangelhafte Kenntniss ihrer arabischen Muttersprache bei seinen jüdischen Zeitgenossen (הרקמה, pag. VII u. VIII). Mit welcher sprachwissenschaftlichen Correctheit Saadia bei seiner TJebersetzung vor sich ging, wollen wir durch einen schlagenden Beleg darzuthun versuchen. Bekanntlich wird in den arabischen Relativsätzen die Conjunction ’1'אלד, weibl. אלתי — entsprechend dem hebr. אשר — nur dann gesetzt, wenn das vorangehende Substantiv den Artikel hat, oder auch sonstwie als determinirt erscheint — ein solcher Relativsatz wird von den Grammatikern צלה genannt. — lat jedoch das Substantiv ohne den bestimmten Artikel, dann fällt die oben angegebene Conjunction gänzlich weg — und ein solcher Relativsatz wird dann צפה genannt. — Nun ist es bemerkenswert!!, mit welcher Akribie sich Saadia in seiner ganzen Pent.-TJebersetzung an diese sprachliche Regel hält. Hier nur einige Beispiele, in denen wir immer die zwei verschiedenartigen Relativsätze einander gegenüberstellen : 1. העין אשר צויתיך (I. 3, 11) אלשצרי• ■ אלתי אמרתך!). Dagegen (V. 20, 20) .שגר עלמתה עין אשר תדע ג) In der mir vorliegenden Edition lautet das Wort unrichtig : אלשנר.

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