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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1900-01-01 · Heft 10 · p. Seite 561

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
44 (1900)
Issue
Heft 10
Article
[Rezension]
Date
1900-01-01
Page
Seite 561 (sequence 12)
Language
German
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Besprechungen. 561 die Conjectnr ולילה . . ד ית וה [לילן] שלכחובים (auch die ed. Yen. hat דעה של כתובים) nicht befriedigen. Die Erklärung in Anm. 39 הכתובים שנכתבו בגלות וכו, ist sehr gezwungen: die Aeuderung in der Prager Ag. אלו המבניות giebt nach Midi*. Tehillim zu 19,3 .ל׳ einen guten »Sinn. Nach der Deutung des Verses und nach der häufigen gleichen Zusammen- Stellung im S.E. (vgl. S. 13, 15, 22, 29, 37, 67, 68, 69) wäre auch hier זו המשגה zu erwarten. — S. 12 werden die Laa, der Vat. Hs. שמפסיקין und מפוקסין durch den Hinweis auf Ar. Art. פלס ,פסל רפםג und S. 27 כיסלוהו durch פסיקיא schwerlich erklärt: vielleicht ist an letzterer Stelle פילסוהו,' sie schminkten, färbten ihn, zu lesen. ־ S. 14 ist וצנה in ורינה geändert. Auch die ed: Ven. hat am Ende des Satzes שמחה וצינה, und so ist wohl auch S. 26 zu einendiren, wodurch ebend. מיטוח מוצעות לצדילים בתוך האש ואוכלין ושותץ ושמחין וכו' verständlich werden soll. — Eiir die vorzügliche Ausstattung des Buches sei noch dem Hrn. Herausg. sowie der Israel, theol. Lehranstalt in Wien besonderer Dank ausgesprochen. Dr. J. Theodor. Griechische und lateinische Lehnwörter im Talmud, Midrasch und Targum von Samuel Krauss. Mit Bemerkungen von Immanuel Löw. Preisgekrönte Lösung der Lattes’schen Preisfrage. Teil I. II. Berlin, Calvary & Co. 1898/1899. 8°. (XLI, 349 und X, 687 S.) Vorstehendes Werk ist die Lösung einer von der Landesrabhinerschule in Budapest gestellten Preisaufgabe. Der erste Theil beschäftigt sich mit den phonetischen und grammatischen Erscheinungen, die bei den Lehnwörtern zu Tage treten, und stellt die Pegeln für die Art und Weise der Entlehnung auf; der zweite Theil enthält das Wörterbuch und ausführliche Sach- und Wortregister der griechischen und lateinischen Wörter. Die kritische Bearbeitung der zahlreichen in Talmud und Midrasch vorkoininenden Fremdwörter aus dem Griechischen und Lateinischcn ist ein längst gefühltes Bedürfniss. Eine eigentlich wissenschaftliche Behandlung wurde erst durch die Arbeiten von M. Sachs und J. Perles angebahnt. Bei den Erklärungen in den allgemeinen Wörterbüchern des talmudischen Sprachschatzes (Aruch, Buxtorf, Levy) handelt es sich oft um unsichere Vermuthungen. Auch das Glossarium graeco-hehraeum von J. Fürst (Strassburg 1890) ist ungenügend, da es den! Verfasser an den nöthigen Kenntnissen in den klassischen Sprachen mangelte. Wer den griechisch-lateinischen Wortschatz im rabbmischen Schriftthum in erspriesslicher Weise behandeln will, muss vor Allem diese Litteratur selbst gründlich beherrschen, er muss aber auch mit der heutigen Methode der linguistischen Forschung aufs beste vertraut sein und eine hinreichende Kenntniss des Zustandes der klassischen Sprachen zurZeit der Entstehung jener Litteraturwerke besitzen. In Anbetracht dessen, dass wir es hier mit einer Erstlingsarbeit zu thun haben, muss anerkannt werden, dass der Verf. sich alle erdenkliche Mühe gegeben hat, des gewaltigen Stoffes Herr zu werden und die für seinen Zwreck wichtigen Hilfsmittel zu Käthe zu Monatsschrift, 44. Jalirg-aug. 36

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