Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 44 (1900)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Das Responsum Hai's über die Flucht Jona's [Nachricht]
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 549 (sequence 2)
- Language
- German
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Notizen. 549 er diese Boraitha zu den קטנוח, d. In zu den ״kleinen Traktat ein‘ zählt.1). Weiter ist zu bemerken, dass Hai seine Quelle ohne Autornamen anfühlt, und ־wiewohl unser Midrasch nicht nur von Kalir sondern, auch von den Geonim Natronai und Amram benutzt wurde (s. •das Ci tat aus סדור רב עמרם f. 3‘2a bei Wertheimer, p. 9, n. 5), so scheint doch der erste, der ihn als den des K. Elicser bezeichnet, Natan b. Jechiel gewesen zu sein (s. die Stellen bei Zunz, p. 285 n. e). Dr. Samuel Poznanski. Analekten. 1. Gumprccht von Cöln. In seiner ״Gesell, der Juden in Cöln“ II, S. 12־ nennt ]Irisch unter den gegen Endo des 14. Jalirh. in Cöln ansässig gwosenen Juden einen Gumpert Schaaf. Vermuthlich ist der in den ,,Urkunden und Kegosten zur Geschichte der Burggrafen und Freiherren von Hammerstein u. s. w., von Emil Freiherr v. Hammerstein-Gesmold, Generalmajor z. D.,“ Hannover 1891, S. 306, No. 585 verzeichnete Gumprecht von Köln mit jenem identisch. Nacli. dem a. a. 0. befindlichen Kegeste bekunden am 24. August 1392 (Ipso die b. Bartholom ei) Philipp von Hammerstein und Gobel Freiheit von Scheven, Schöffen zu Andernach, eine Entscheidung zwischen Hermann Bereich zu Andernach und dem Juden Guinprecht von Köln, wonach Letzterer das Haus des Ersteren 3 Jahre• lang besitzen, Ersterer aber dem Juden die schuldigen 18 Gulden bezahlen soll. (Orig. Staats-Arch. Wiesbaden, Marienstatt 586). 2. Samuel (Schm ul) zu Witzen hau sen. Aus dem Werke ״Beiträge zu einer Familien-Geschichtc der Freiherren von Uslar-Gleichen, von Edmund Freiherr von Uslar-Gleichen," Hannover 1888, erhalten wir (S. 288, Nr. 199) von einem Processc Kunde, den ein Mitglied jener Familie, Bernd Sittich (geh. 1574, gest. 1626 in Göttingen, an der Pest) mit einem Juden Sclumil zu Witzcnhausen führte. Bernd Sittich hatte nämlich, lesen wir a. a. 0., 900 Thlr. von ihm geliehen, die er mit 18 T11114 .־ Mgr. für jedes Hundert jährlich zu verzinsen hatte und ausserdem musste er zur Sicherheit eine Obligation, 3 goldene Ketten, einen grossen vergoldeten silbernen Pokal, 2 silberne Dolche und einige Frauenkleider deponiren. Nachdem Bernd Sittich das Geld zurückgezalilt hatte, beliauptete Samuel, die Pfänder nicht finden und deshalb nicht zurückliefern zu können. Nun verklagte ihn Bernd Sittich beim Landgrafen von Hessen, insbesondere auch wegen der geforderten hohen Zinsen; allein beide starben darüber hin und noch um 1640 processirto Bernd Sittich’s ältester Solin mit den ScbmuPschen E־..be11. (Aus Akten der Familie im Staatsarelijve zu Marburg). Hildesheiin. Dr. Lewinsky. *j Mit קטנות werden die kleinen Traktate auch in der Epistel Scherira’s und in anderen Kesponsen Hai’s bezeichnet, s. Harkavy, Studien und Mittheilungen IY, 354.