Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 44 (1900)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Zwei ungedruckte italienische Briefe S. D. Luzzatto's
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 542 (sequence 1)
- Language
- German
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542 Zwei ungedruckte italienische Briefe S. D. Luzzatto’s. Zwei nngedruckte italienische Briefe S. D. Lnzzatto's. Et habent sua fata libelli. Es ist längst bekannt- und durch vielfache Erfahrung bewiesen, dass nicht nur die Bücher, sondern alle Schriftdenkmäler ihre eigenartigen Schicksale haben, dass sie oft durch seltsame Zufälle der allgemeinen Kenntniss entschwinden und durch nicht minder merkwürdige Fügungen wieder der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht werden können. Die im folgenden abgedruckten, bisher unbekannten Briefe Luzzatto’s ruhten beide unter dem Deckel von wahrscheinlich oft gebrauchten Büchern, entgingen aber beide dem Blick der wohlmeinenden Besitzer, die es darum unterlassen, sie bei der Sammlung der Briefe Luzzatto’s dem Druck zu übergeben. Auch fand sich in den berühmt gewordenen Copirbüchern des verewigten Gelehrten keine Abschrift von ihnen. Wahrscheinlich erschienen sie dem Autor nicht wichtig genug, um Abschrift von ihnen zu nehmen. Thatsäclilich enthalten sie auch nichts für die wissenschaftliche Bedeutung ihres Absenders. Dennoch aber mögen sie als pietätvolle Gabe zur Cenfcenarfeier des Meisters hier ihren Platz finden und ihrerseits der eine die tiefe Beligiösität und den Drang nach Aufklärung, der andere den lauteren Charakter und die Geradheit des Wesens, die an Luzzatto so oft gerühmt und viel bewundert sind, von neuem in Erinnerung bringen. Der erste All’ orn’ Sigre Sigr Isaac S. Beggio Gorizia adressirte und in Trieste abgestempelte Brief ging aus der Bibliothek dieses Gelehrten in den Besitz seines Schwiegersohnes, des am 27. Dec. 1899 verstorbenen Babb. Dr. M. Ehrenreich in Born über. In dessen Nachlass fand ihn in einem Exemplar des סמ״ג der gelehrte Kaufmann, Herr Isaac Lewin in Witebsk, der ihn in entgegenkommendster Weise dem Druck überliess, wofür wir ihm an dieser Stelle unseren verbindlichsten Dank aussprechen. Der Brief lautet: