Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 44 (1900)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Isak Israeli
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 530 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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530 Isak Israeli. durch Scharfblick ausgezeichneter Arzt, im christlichen Mittelalter als ״Ysaacus“ schlechtweg berühmt; starb in sehr hohem Alter, wahrscheinlich nicht vor 953 (s. unten). Er practicirte zuerst als Augenarzt in Aegypten, zog auf eine Einladung des aglabitisdien Pürsten Zijadat Allah, dessen Vorliebe für Scherz vor ernster Wissenschaft er in einer Anekdote charakterisirt2), nach Kairuwan, wo er den Unterricht des aus dem Orient berafenen Ischak b. Imrarfi) genoss. Er trat in den Dienst des fatimidischen Siegers Obeid Allah al-Mahdi (908); Tamimi (Le. 410) berichtet die verschiedenen Erklärungen von גוו גנדם, welche Zijacl b. Khalfun4) und Isak diesem Pürsten vorbracliten. Arabische Autoren erzählen von seiner Anwesenheit beim Tode des al~Ma1Tsur5) im Schawwal 341 (März 953), welche Lc. mit Recht für entscheidend hält, während bei 0». עשרין aus ארבעין entstanden sein konnte. Er starb unverheiratet und kinderlos (über den angebl. Sohn Josef s. HÜb. 759), meinte aber, 4 seiner Schriften (nach And. n. 5 allein) würden seinen Namen der« Nachwelt erhalten6). Er hat sie nicht überschätzt: sein Buch über die Fieber wird für die beste Monographie darüber gehalten; Sprengel erklärt Isak für den vorzüglichsten Diätetiker; der berühmte Zeitgenosse des Maimonides, Abd al-Latif7) hat 3 Schritten (unten n. 4, 5, 10) in Auszug gebracht. Maimonides erkennt ihn als Arzt an, wenn auch nicht als Philosophen. MollaJahja (bei Hm., Encykl. Uebers. S. 445) erwähnt 14 beste Schriften über Medicin, darunter n. 3—5 Isak’s und Irschad von ibn Djami. In lateinischen Bearbeitungen wird er ״eximius monarcha medicinae“ genannt. Seine Schriften waren die ersten arabischen, welche das Abendland durch die untreuen und falsch überschriebenen lateinischen Bearbeitungen des Gonstantinus Africanus kennen lernte8). Die Ausgaben der von Const. herrührenden Opera Isaac% Lugd. 1515 (1525 existirt wohl nicht) und ״Opera Constantini״, Basil. 1536, 1539, haben die neuere Kritik auf Abwege geführt, indem man das ״Pantechni“ des Ali b. Abbas, das B. ,,De gradibus“ (worin ich das ,,AdminiculunW seines Schülers Ahmecl ibn al-Djezzar, gest. um 1004 in hohem Alter, erkannte)9) und das Viaticmn desselben Schülers dem Isak vindiciren wollte. Die heb!. Uebersetzungen sind besser als die lateinischen. Ueber Isak’s angebl. Identität mit abu Sahl b. Tamim s. unter n. 15, mit Isak המהביל bei Ibn Esra s. HÜb. 389.