Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 44 (1900)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Die Kinder des Hildesheimer Rabbiners Samuel Hameln
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 373 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2829132-2829741-2829749-2882864--30165-2882909- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Die Kinder des Hildesheimer Rabbiners Samuel Hameln. 373 Wissen besass1), seine Tochter Malta unter Uebenveisung einer Mitgift im Betrage von 500 Tlilr. zur Frau2). Nach seiner Verheiratung wurde Juda von Chajjim H., seinem nunmehrigen Onkel, der dem Rathe seiner Frau, Glückei von Hameln, folgte, als Socius für seine Handelsunternehmungen aufgenommen 3 4), es fand jedoch bald nach Ablauf eines Jahres eine Lösung diese!' geschäftlichen Verbindung statt, die einen Prozess vor dem Hildesheimer Rabbinate zur Folge hatte'*). In Hildesheim, wo Juda sein Heim gegründet hatte, erlangte er eine angesehene Stellung innerhalb der Gemeinde5) und der um jene Zeit in ihr gegründeten Chewra Kadischa6). Allein, kein langes Dasein an der Seite ihres Mannes war Malka beschieden, vor der Zeit wurde sie von ihm hinweggerissen, noch vor dem Heimgange ihrer Eltern raffte sie ein früher Tod dahin Dienstag, 1. Tammus 435 (= 25־. Juni 167 5) 7). Juda verlegte seinen -Wohnsitz nach Berlin8), woselbst er eine zweite Ehe, mit 0 Ebendaselbst. а) A. a. 0. S. 108. 3) A. a. 0. und die folgenden Seiten. Vgl. noch Feilchenfeld in s. Abhandlung: Die älteste Geschichte der deutschen Juden in Hamburg“ in Monatschr. 1899, 43. Jahrg., S. 024, A. 4. 4) Memoiren, S. 113 ff., S. 115: דהילדסום קומי ן אצל אב״ד צו משפטן .... б) Er war Vorsteher in H., wie der ihm auf dem Grabsteine seiner Frau Malka (s. Anhang I 0) beigelegte Titel (הפרנס) bezeugt. Im Jahre 1686 richtete Jost Liebmann, wie Freudenthal. a. a. 0., S. 38 erzählt, im Verlaufe des Streites gegen Moses Wulff ein Schreiben an den grossen Kurfürsten, in dem er auf die angesehene Stellung - hinwies, welche er seit mehr als zwanzig Jahren in Hildesheim und hier (in Berlin) als Vorsteher der Gemeinde einnehme.“ 6) Er ist der als der Letzte in der Reihe der Sargverfertiger genannte Juda, vgl. Landsberg, Zur Gosch. 11. s. w, S. 21, wo irrtümlich gedruckt ist: הר״ר יודא במו״ה שמואל. während das Original (Chewra Kad.-Buch, S. 10a■) deutlich die Worte: הר״ר יודא ח׳מחור״ר שמואל ל,*י aufweist und Landsborg, S. 14 sub 12. richtig übersetzt: ״Herr Juda, Schwiegersohn des Herrn Samuel Levi.“ Ihid., S. 10b (a. 4*28 1668, Griiudungsjahr ׳ der Chewra Kad.) ist seine Unterschrift erhalten: יד.ודא בן הר״ר אליעזר ליפמן מפילא, (= aus Schncidemühl) s. Braun, Geschichte des Rabbinats in Schneidemühl (Jüd. Volks- und Haus-Kalender, 1896! S. 113.), ibid. S. 12a (Protocoll vom Donnerstag, 17. (טו״ב) Tammus 431 (ו״ת״חי״ו א״ לפ״ק) unterzeichnet er: יה ודא בן הד״ר אליעזר ליפמן שליט״א ממילא. 7) S. ״Samuel Hameln,“ S. X, A. 5. Ihr Epitaphium s. Anhang I 0. 8) Im Chewra Kad.-Buche (S. 10h) ist neben der Unterschrift Juda’s (s. 0. A. 6.) der von späterer Hand gemachte Vermerk zu lesen: נוסע מכאן לברלין■ Ueber Jost Liebmann in Berlin vgl. Auerbach, Gosch, d. isr. Gern. Haiberst., S. 29, Graetz, Gesch. d. Jüd.״ X3, 279, Geiger, Gesch. d. Juden