Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 44 (1900)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Die Kinder des Hildesheimer Rabbiners Samuel Hameln
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 372 (sequence 7)
- Language
- German
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372 Die Kinder des Hildesheimer Rabbiners Samuel Hameln. dem Grossvater Meschullam genannt, nach, langjährigen Leiden 3) in die Ewigkeit vorangezogen. Ausser diesem, im Alter von 30 Jahren heimgegangenen Sohne hatte sie noch zwei ihrer Kinder in zartem Alter, ein Mädchen, das die Namensträgerin der Grossmutter, Lena* 2), gewesen, und einen Knahen, Leiser 3), in das Grab sinken sehen, während zwei andere Kinder laut protoeollarischer Anssage ihrer Mutter vom 26. Mai 1732 ״in der Frömbde“ wohnten4). Die dritte Tochter Samuel Hameln’s, Malka, heiratete Juda Berlin5) (Jost Liebmann), der später als Hofjuwelier der besonderen Gunst des grossen Kurfürsten und seines Nachfolgers sich erfreute. Er, der ein Vetter des hochangesehenen Kammeragenten Liepmann Cohen (Leffmann Behrens) zu Hannover war, — Liepmann’s Mutter, Lea, war eine Schwester des Elieser Liepmann aus Göttingen, des Vaters von Juda B.6), — vollzog als Jüngling nach der in der Nähe von Hildesheim erfolgten Ermordung7) des Mordechai aus Polen, der als Angestellter des Geschäftshauses des Chajjim Hameln zu Hamburg (eines Sohnes des Josef Hameln) thätig war, für diesen seinen Verwandten mancherlei Aufträge geschäftlicher Art8). Auf Veranlassung des Chajjim H. gab sein Bruder, R. Samuel Hameln in Hildesheim, dem geschäftstüchtigen Juda, der auch religiöses ג) Staatsarchiv a. a. 0. f. 67: ״sie (Edel) hette zwey Kinder in der Frömbde, Einen sohn aber von 28 jahren bei sich welcher allezeit kranck gewessen.“ 2) Im Chewra-Kad. - Buche ist notirt (S. 197): הילדה לינה בת מהור״ר ■נתן־כ״ץ הלבה לעולמה ביום ה׳ י״א כסליו תנ״ג לפ״ק ונקברה בו ביום ושבקת חיים לכל חי ולכל ישראל א״ס Ibid., S. 220, Nr. 417 ist der Name des Mädchensלאנה ׳ geschrieben. S. ״Samuel Hameln“, S. V A. 1. 8) Das Chewra Kad.-Buch hat den Vermerk (S. 197b): הילד ליזר בן מהור״ר נתן כ״ץ .נפטר והלך לעולמו ליל ב׳ ונקבר למחרתו ביום ג׳ ב׳ דר״ח טבת תנ״ד לפ״ק ושבק׳ חיים ילכל חי ולכל ישראל אמן Vgl. noch ibid. S. 220, Nr. 418 dieselbe Eintragung. 4) S. ob. A. 1. 5) S. Simeon von Geldern’s Stammbaum S. 298 (מרכה אשת הקצין ל(ר׳ יודא ברלין s. w. in -unserer Abhandlung. Glückei von Hameln nennt ihn in ihren Memoiren (ed. Kaufmann, S. 78): הקצין ר׳ יודא ברליניר, sonst (vgl. die im Register, :S. LXV s. v. Juda Berlin angegebenen Stellen) meistens kurzweg ר׳ יודא. 6) Landshuth, תולדות אנשי השם, S. 2f und Kaufmann, Memoiren der Glückei, S. 79, A. 1. 7) Memoiren, S. 77. S. noch ibid. S. 75 f. und S. 121. 8) A. a. 0. S. 79ff.