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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1900-01-01 · Heft 6 · p. Seite 297

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
44 (1900)
Issue
Heft 6
Article
Urkundliches Material zur Geschichte der Egerer Judengemeinde
Date
1900-01-01
Page
Seite 297 (sequence 1)
Language
German
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Urkumllidies ]Material zur Grsdiichü* (Irr Eiivivi- J11<lcng־c־!nei1)<le. 207־ Urkundliches Material zur Geschichte der Egerer Judengemeinde, heran.sgegvlHMi v ou Dr. Jakob Simon, k. k, Professor. Vorwort. Die Stadt, in der einst des gewaltigen Friedländers Stern erblick, hat einen beredten Zeugen für ihre ehemalige politische und culturhistorische Bedeutung in ihrem ausserordentlich reichhaltigen Archiv (vgl. über den Wert desselben Di־. Kürschner: Das Archiv der Stadt Eger, Wien IS(;‘), 0. Gerold). Den ganzen Bestand dieses Archivs mit bewunderungswürdigem Eleisse aufgenommen und in einem durch seine Vollständigkeit sowie durch!Übersichtlichkeit ausgezeichneten üataloge veröffentlicht zu haben, bleibt das ungeschmälerte Verdienst des derzeitigen. Archivverwalters Dr. Sieg], Nunmehr kann jeder rasch und leicht nicht nur einen Einblick in die Schätze des Egerer Archivs gewinnen, sondern das vorhandene Material in vollkommenster chronologischer und systematischer Ordnung vorfinden. Es schien mir nun keine undankbare Aufgabe zu sein, einmal alle diejenigen Originalurkunden des Egerer Archivs za sammeln, die sich auf die Egerer jüdische Gemeinde beziehen. Wohl liegt mir als Lehrer der classischen Philologie eine eingehendere Behändhing der unternommenen Aufgabe wegen der hiezu in umfangreichereni Masse nöthigen Vorkenntnisse fern. Allein aus Liehe zu meinem Glauben entschloss ich mich, wenigstens die Bausteine zu einer Geschichte der Egerer Judengemeinde möglichst sorgfältig zu liefern, um so einen Ausbau zu ermöglichen. Bei der oft sehr schweren Entziffei ang der Urkunden hat mich Dr. Sieg] in höchst.liebenswürdiger Weise unterstützt, so dass ich ihm auch hier meinen herzlichsten Dank ausspreclie. Die Arbeit bietet einerseits den Text der Urkunden in unverändeter Wiedergäbe der־ Orthographie, anderseits eine Reihe von Bemerkungen die besonders den Inhalt der Urkunde]) erhellen sollen. Wenn es mir gelungen sein sollte, einen beachtenswerten Beitrag zur Geschichte der österreichischen Juden mitgetheilt zu haben, sehe ich meine Mühe reichlich belohnt.

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