Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 44 (1900)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Nachtrag zu dem Aufsatz von Dr. Max Freudenthal: "Zum Jubiläum des ersten Talmuddrucks in Deutschland" [Nachricht]
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 283 (sequence 2)
- Language
- German
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Besprechungen. 283 worin dieser ersucht wurde, dem Frankfurter Buchdrucker zu seinem Rechte zu verhelfen1). De! Breslauer Magistrat kam denn auch diesem Wunsche nach und konnte unterm 15. Marx 1724 berichten2), dass• Gabriel Jacob seinen Gläubiger nunmehr ״völlig befriediget“ habe3). Dr. p hi 1. J. Landsberger. Posen, im Mai 1900. Antwort auf Frage 2. (S. 91). Hr. Simonsen, Obcrrabb. in Copenhagen, schrieb mir am 22. Mai d. J. Die fra-gl. שו״ח sind כתונת יוסף von Josef (b.) Isak Montccchi, ed. Salonichi 1783, wie Zcdncr S. 559 richtig angiebt, falsch Benjacob S. 250 u. 342. Dieses Buch besitzt die Kgl. Bibi, auch vollständig. מפוף ist in der That Setzer, der zugleich Typen aus dem Setzkasten im Satze zerstreut. — 3) Hr. S. fragt, ob eine Zwillingsausg. der Bibel ed. Pisa 1784 irgendwo verzeichnet sei, worin anstatt der italien. Glossen (oben S. 81 Anm.) spanische gedruckt sind. In Kayscrling’s Bibi. Esp. unter Biblia linde ich sie nicht. M. Steinschneider. Besprechungen. Bisehoff, Dr. Erich. Kritische Geschichte der Thalmud־Ueber- Setzungen aller Zeiten und Zungen. Frankfurt a, M., J. Kauffrnann, 1899,. 112 SS., 8. 3,00 Mk. Die Aufgabe, eine k ri t i s ch e G e s c hi c 11 te der Talmu'dübersctzungen zu schreiben, hat der Vf. zwar nicht gelöst. Nirgends in seinem Buche sind die Grundsätze nachgewiesen und entwickelt, nach denen diese einzigartige Litteraturgattung zu übersetzen wäre, und nirgends sind die bisherigen Leistungen am Massstabe dieser richtig festgestellten Grund- Sätze gemessen und beurtheilt. Die allgeme neu Wendungen über Metaphrase, Paraphrase u. s. w. (S. 81f.) und die kurzenPrädicate über die einzelnen IIÜbersetzungen sind nicht geeignet, diese nothwendige und *) Bresl. Stadt-A.: Urk. M M M 244. 2) Ebendas.: L. ad Reg. et Princ. (a. 1721—24), f. 301. 3) Aus der oben angegebenen Restschuld v. 350 Rtl. ergiebt sich übrigens, dass G. Jacob Käufer einer beträchtlichen Anzahl von Talmud- Exemplaren gewesen sein muss, vielleicht zum Wiederverkauf oder im Aufträge Samson Wertheimers und anderer begüterter Freunde religionsgesetzlicher Studien. Letzteres ist wohl wahrscheinlicher, da G. J. zum Handel für eigene Rechnung keine Berechtigung besass, eine Einschränkung, über die er sich freilich öfters hinwegsetzte, wie aus den Beschwerden der Bresl. (christlichen) Kaufmannschaft hervorgeht.