Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 44 (1900)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die Kinder des Hildesheimer Rabbiners Samuel Hameln
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 250 (sequence 1)
- Language
- German
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250 Die Kinder des Hildesheimer Rabbiners Samuel Hameln. Die Kinder des Hildesheimer Rabbiners Samuel Hameln. Y011 Dp. A. Lewinsky in Hildesheim. In der Reihe berühmter Familien, die in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts der Hildesheimer Gemeinde besonderen Glanz verliehen, nimmt die Familie Hameln (auch Goldschmidt1) genannt) einen hervorragenden Platz ein. Ihr verdankt diese Gemeinde Männer, die in segensreicher Weise in ihr thätig waren, treffliche Männer, die den innigsten Anteil an der Förderung des Gemeinwohles nahmen, die auf jegliche Art rüstig mitwirkten an dem Auf- und Aushau der religiösen Institutionen, die sich mit hingehendem Eifer der Verwaltung der Gemeinde und ihrer Vereine widmeten, einen Josef Hameln und dessen Sohn R. Samuel2), der auch einige Zeit hindurch die Hildesheimer Rabbinerwürde bekleidete. Einer Darstellung der Schicksale der Kinder des Letzteren seien als Ergänzung zu meiner Abhandlung über Samuel Hameln diese Blätter geweiht. Aus der Ehe R. Samuels und der Lena3) der Tochter des Lemberger Rabbiners Meschullam (Schalom)4), gingen zwei Söhne, Nathan und Isak, sowie drei. Töchter, Zippora, Edel und Malka hervor5). Nathan verblieb nicht in Hildesheim, sondern wohnte zunächst in Hamburg6), um darauf in Lübeck sich niederzulassen. Von seinem Aufenthalte daseihst erhielt er den Namen ״Nathan ג) Schon der Stammvater der Familie Hameln, Josef, hatte den Namen ״Goldschmidt“ erhalten, vgl. meine Abhandlung: Der Hildesheimer Rabbiner Samuel Hameln, im Kaufmann-Gedenkbuche. 2) Näheres über Josef und Samuel Hameln s. in der, A. 1 erwählten, Abhandlung, die im folgenden mit ״Samuel Hameln“ citiert wird. 9) und fl) a. a. 0. S. V. 6) S. Simeon von Geldern’s Stammbaum der Familie Geldern in Kaufmann’s ״Aus Heinrich Heine’s Ahnensaal“, S. 298., wo statt Nr. 6 (vor מלכה) Nr. 5 zu setzen ist, da, wie bereits Freudenthal, ״Aus der Heimat Mendelssohns“, S. 27, A. 2., bemerkt, die N1*. 4 und 5 zusammengezogen werden müssen. 6) Im alten Hildesheimer Chewra Kadischa-Buche ist S. 53 b. eine Spende Nathans mit den Worten verzeichnet: קבלתי פון מה׳ נתן בן מהור״ר שמואל לוי מהמבורג סיון חט״ז לפ״ק ד׳ ת״ג Diese Spende von 4 Mgr. entrichtete er kurze Zeit vor dem Heimgange seines Vaters R. Samuel, a. 1687