Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 44 (1900)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Alcharisi's Orientreise, Nathan bajulus und Jonathanha-Cohen
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 220 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2829132-2829741-2829747-2882674--29984-2882722- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
220 Actenstücke zur Geschichte d. Confiscation d. hebräischen Schriften die um 1211 nach, dem Heiligen Lande wanderten, wie Car־־ moly und Graetz1) auf Grund des Berichtes im.שבט יהודה annehmen. Dieser ist so zu verstehen, dass Jonathan, wie auch andere zeitgenössische Rabbiner um jene Zeit, d. h. thatsächlich einige Jahre vorher, nach Palästina gereist waren2). Aus Maimonides Brief nach Marseille (Kobez, ed. Leipz. II, 44) scheint hervorzugehen, dass er durch R. Jonathan selbst den dritten Theil des More nach Frankreich geschickt hatte: ״ואל יקשה בעיניכם אלופי אהוד תשובתכם עד עתה, כבך הודענו העלה בכתב ר׳ יהונתן הכהן בהיר ה' .... וכבר השבנו על־ אותן הספקות ושלחנו לכם עם וה הכתב החלק הג' מהורה הנבוכים, /7בל' ערבי Alcliarisi war also schon um 1195—98 in Süd-Frankreich, Von dort muss er nach Spanien zurückgereist sein und 1205, nach dem Tode Joseph ihn Schoschan’s, finden wir ihn in Toledo. Dort übersetzt er die arabischen Makamen des Hariri {מחברות איתיאל) und beschliesst, auch selbst eine Reise nach dem Morgenlande zu machen, und ein ähnliches Buch hebräisch zu verfassen. Er begab sich hierauf wahrscheinlich direkt nach Aegypten, wo er mehrere Jahre verbrachte und vermuthlicli auch Ben Suta kennen gelernt hat3). Actenstücke zur Geschichte der Conflscatlon der hebräischen Schriften ln Frankfurt a. M. Von Dr. I. Kraeauer. (Schluss von S. 177). Y4 * *). היושבים בגני', חברי' הקשיבי׳ שומרי אמוני/ אלופי ארץ וקצינים, הבאים אל הקודש פנים, ונתגלה (!) להם סתרי תורה ורויה אמרי׳ צפוני/ טעם לשבח נוחני' אפיקי מעייני/ אשר לא יכזבו מימיהם ג) Itineraires p. 121; Geschichte VI3, 338f. 2) cf. Gross, Revue des Etudcs Juives VI, 177 und Gallia Judaica p. 284. Uebrigens hält bereits J. H. Michael (01־ ha־Chajjim p. 472) die Jahreszahl bei Ihn Verga für unzuverlässig und giebt als wahrscheinlieh an, dass Jonathan ha־C0he11 noch bei Lebzeiten Maimonides, Ende 1204 (Anfang תתקס״ה) gestorbeu sei. 3) cf. Jewish Quarterly Review VIII, 547 und Tachkemoni XXXVI (in meiner Edition S. 298), wo eine Parodie auf die Ruhmredigkeit Beri Suta’s vorliegen dürfte. *) Vgl. MS. 1875, S. 341.