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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1900-01-01 · Heft 5 · p. Seite 218

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
44 (1900)
Issue
Heft 5
Article
Alcharisi's Orientreise, Nathan bajulus und Jonathanha-Cohen
Date
1900-01-01
Page
Seite 218 (sequence 2)
Language
German
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218 .Alcharisi’s Orientreise, Nathan bajnlus und Jonathan ha־C0he11. gewesen sein“1). Als ״terminus a quo“ für den Antritt der Reise setzt Graetz 1.205, da der Verfasser des Tachkemoni in diesem Jahre ״noch“ in Toledo war. Es gilt dabei als selbst־־ verständlich die Voraussetzung — die sich aber bei näherer Betrachtung als gänzlich unbegründet erweist — dass man es mit einer einzigen Eeise des Dichters zu thun habe, dass er im Verlaufe derselben zum ersten Male nach Süd-Frankreich kommt, und dass der vollständige Plan der Wanderungen authentisch in der 46. Makame wiedergegeben sei. Allein schon ein oberflächlicher Blick in diese Makame zeigt, dass der erzählende Held diesmal keineswegs mit dem Verfasser identisch sein kann, und dass die im Bericht erwähnten Persönlichkeiten und Thatsachen zwar aus dem Gedächtnisse Alcharisi’s geschöpft sein können, aber die Reihenfolge der Städte, mit Rücksicht auf die Fabel, unter Vorschiebung des im Oriente herumwandernden ״Cheber ha-Keni“ geordnet ist. Nur so hat es einen Sinn, wenn die Schilderung des Besuches jüdischer Gemeinden im Occident und im Orient mit der Einleitung beginnt: ״Es wurde mir in meiner Jugend erzählt, dass Spanien ein entzückendes Land ist. ... da bekam ich Lust, durch Länder und Meere zu reisen und wanderte durch Wüsten, über Meeresbrandungen und Landengen . . .von meiner Heimath war mein Streben nach Spanien. Als ich dort an kam und meine Erwartungen bedeutend übertroffen fand,.zog ich von Ort zu Ort durch die Gebiete der Mauren, dann durch die christlichen Gebiete und traf in der Residenzstadt Toledo ein“2). Da über das Heimathland des Verfassers kein Zweifel bestehen kann ("ושם ארצו ומולדתו ספרד;// heisst es gleich im Einleitungs-Gedicht), so ist zunächst der Plan der Reise in Mak. 46 ein Fiction. Andererseits aber sprechen gewichtige Gründe für die Annahme, dass Alcharisi mehrere Jahre, vielleicht ein Jahr- *) Geschichte, Band VI3, Note 1 (p. 329). An dieser Zahl hält auch Gross, Gallia Jndaica p. 375, fest. Graetz hält es für ״wahrscheinlich“, dass Ch. in Süd-Frankreich schon ״vor 1209“, nämlich vor den Albigenser-Kriegen, geweilt habe. ויען ויאמר: הנד הנד לי בימי נעורי כי ספרד היתד. תאוה לעיניים . . . ותשאני רוח (2 התשוקה . . . והלכתי מדברים, ובקעתי משברים, ועברתי מעברים, ושמתי לספרד מ נמתי מאדמתי, וכאשר באחי אליה וחניתי בנבוליה . י . (Tachkemoni, cd. Kaminka, p. 349. — Die handschriftlichen Varianten und die biographische Einleitung zu meiner Edition sind soeben im Druck fertig geworden).

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