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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1900-01-01 · Heft 3 · p. Seite 142

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
44 (1900)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1900-01-01
Page
Seite 142 (sequence 2)
Language
German
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142 Besprechung. Studiums oder, kurz ausgedrückt, ״zu Schulz wecken“ die Bede ist. An dieser Auffassung vermag die Thatsache nichts zu andern, dass späterhin an Orten wo es keine Jesehiba gab, diese ursprünglich nur für Schulzwecke bestimmte Spende nicht allein unter die lernenden, sondern auch unter die in einem geschäftlichen Berufe thätigen Knaben vertheilt worden ist. Ich kann nicht glauben, dass der Verfasser auch weiter sich gezwungen sehen wird, an seiner abweichenden Auffassung festzuhalten. Borg e s. ספר קהלת שלמה בו נקהלו ונאספו שאלות וחשובות הגאונים הקדמונים ו״ל . . < ויוצאים עתה פעם ראשונה לאור עולם עם הערות ותקונים וציונים ומבוא מאתי שלמה אהרן ו וערם ה יי מ ער . . . . (Bcsponscn der Geonim zum ersten Male heraus gegeben von S. A. Werthei liier). Jerusalem 1899. 22 + 94 SS. in 8°. Diese neue Sammlung von geonäischen Besponsen ist nach einer Anzahl von Gonisa-Fragmcnten cclirt, und nur eine kleine Gruppe (nr. 16—19) ist einem handschriftlichen Abudirham entnommen. Die Sammlung enthält 72 Nummern, darunter 20 (nr. 6—7. 20. 49. 56—60. 63—65. 67 u. 69 —72) in arabischer Sprache. Einen Theil davon, und zwar nr. 21—40, hat der Herausgeber bereits in einem früheren Schriftchcn גנזי ירושלם (Jerusalem 1897; hier von 1—20 numerirt) mitgotheilt. Der Inhalt ist ein mannigfaltiger und interessanter. So handelt ein Besponsum Saadja’s (nr. 56), das an einen sonst unbekannten Meir b. Ali ha-Oohen1) gerichtet ist, über die Frage, ob man einem Nichtjuden sein Kleinvieh zum Weiden übergeben darf. Erhalten ist nur der Anfang. Daran schlicsst• sich in demselben Fragment ein zweites Besponsum über dasselbe Thema an, von dem wiederum der Anfang fehlt. Dieses letztere stammt aus der nachgeonäischen Zeit, denn es werden darin ein hebr. Besponsum von Nach schon und zwei von Haj (ein hebräisches und ein arabisches) wörtlich angeführt. Nach Harkavy, der beide Fragmente aus dem Arabischen übersetzt und eingeleitet hat, ist das zweite ebenfalls im Orient entstanden. Die meisten und interessantesten Besponsen stammen wie überall auch hier von Haj. Besonders verdient die Gruppe nr. 3—7 hervorgehoben zu werden. Sic sind Antworten auf Fragen aus Kabes (מן מסאיל מדינה קאבס לרבינו האיי זק״ל) und behandeln hauptsächlich Fragen rein theologischer Natur. So handelt nr. 3 in Anschluss an Jes. 38,5 über die Frage nach, der Yorherbestimiming der menscblieben Lebensdauer, dem sog. Agai (אלאגל) der arabischen Mutakallimün. Dieses Besponsum hat Jehuda ibn Bai4am in seinem Coiimi. z. St. (cd. Dexenbourg, Bevuc, XXII, 202—206) vollständig aufgenommen, was dem Herausgeber entgangen ist. Doch bietet unser Text meistens bessere Lesarten und werden durch ihn manche Conjecturen Kaufmanns, x) Dieser Ali ist nun zu den wenigen Trägern dieses Namens, die Steinschneider (Jcw. Quart. Bev. XI, 483) aufzählt, hinzuzufügen.

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