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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1900-01-01 · Heft 3 · p. Seite 127

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
44 (1900)
Issue
Heft 3
Article
Materialien zu einer Biographie Wolf Heidenheims
Date
1900-01-01
Page
Seite 127 (sequence 1)
Language
German
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Materialien 7m einer Biographie Wolf Heidenheims. 127 Materialien zn einer Biographie Wolf Heidenheinis. Von , Louis Lewln. Etwas mehr als ein Jahrzehnt war seit dem Tode Wolf Heidenheims vergangen, als Julius Fürst im Litteraturhlatte des ״Orient“ den dringenden Wunsch äusserte, dass ein inniger Vertrauter oder Schüler Heidenheims eine ausführliche Biographie und eine Charakteristik seiner schriftstellerischen Thätigkeit bieten möge. Auch Luzzatto spricht diesen Wunsch aus1), der aber bisher unerfüllt geblieben ist. Die folgenden Materialien zu einem Lebensbilde Heidenheims machen auf Vollständigkeit keinen Anspruch, geben aber vielleicht zu weiteren Forschungen Anlass. Benjamin Wolf Heidenheim ist im Jahre 1757 in Heidenheim im Ansbacliischen geboren. Sein Vater Sims011 sandte ihn früh auf die berühmte Hochschule in Fürth. Dort lehrte R. Joseph Steinhardt, der Verfasser des 2ס, וכרוך יוסף) und seit 1777 R. Hirsch Janow, genannt Charif, der Scharfsinnige, ein ebenso bedeutender Talmudist wie tüchtiger Mathematiker 3). Es ist nicht bekannt, was Heidenheim veranlasste, Fürth zu verlassen; vielleicht war es die Gegnerschaft des Rabbiners gegen die Mendelssohnsche Pentateuchübersetzung, während der Jünger ein Bewunderer des Berliner Philosophen war4). Im fünfundzwanzigsten Lebensjahre kam er nach Frankfurt am Main5), und mehr als 50 Jahre hindurch unterhielt er die Verbindung mit den bedeutendsten Männern der dortigen ג) Luzzatto’s hebräische Briefe, ed. Gräber, S. 1281. s) Ueber ihn s. Litteralnrbl. des Orient, Jah1־g. 1847, 246, Ersch und trüber, Sekt. II, Bd. 31, 96 und Löwenstein, Zeitschr. f. d. Gesell, der Juden in Deutschi. II, 89. Er war auch der Lehrer des späteren Freundes Heidenheims, des Hanauer Rabbiners Mose Tobias Sondheimer, vgl. Löwenstein, R. Nathanei Weil, S. 69. St. starb 7. August 1776. 8) Ueber ihn s. Löwenstein, Zeitschr. a. a. 0. und die daselbst genannten Quellen. 4) Vorrede zum Machsor für שבועות, ed. Rödelheim. 5) Die Daten sind zum Theil Oarmoly, Revue orientale III, S. 808 ff. entnommen.

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