Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 44 (1900)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Zur Charakteristik des Levi ben Abraham ben Chajjim
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 59 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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59 Zur Charakteristik des Levi ben Abraham ben Chajjim. Zur Charakteristik des Levi heu Abraham heu Chajjim. Ton Dr. Leo Bäck. (Fortsetzung von S. 41) Verehrung״ Gottes (סוד התפלה). Die Lehre vorn Wesen Gottes erhält ihre Anwendung auf die Praxis durch die darauf folgende Darlegung der Art und der Grenzen der Gottesverehrung. Aus der Bealität des Gottes־ begriffes, deren religiöse Selbstverständlichkeit die Voraussetzung der bisherigen Auseinandersetzungen bildete, und die zum Schlüsse derselben dann noch kurz philosophisch dargelegt wurde, werden die Consequenzen für das religiöse Thun gezogen. Eine systematische Behandlung des Gegenstandes findet freilich nicht statt; der Autor beschränkt sich im Grossen und Ganzen auf die Erklärung von einzelnen, ziemlich wahllos herbeige־ zogenen Bibel־ und Talmudstellen. Als oberster Grundsatz gilt, dass Gott das rechte Gebet erhört, und zwar steht diese Wirkung in entsprechendem Ver־ hältnis zu der Andacht (נתכוון השומע אם נתכוון המשמיע), die־ selbe Norm also wie bei der Vorsehung. Auf die Andacht ist nun aber unser seelisches Gemeingefühl1), welches wiederum von der Art des Wetters abhängig ist, nicht ohne Einfluss. Die Beschaffenheit des Temperaments entspricht der der Temperatur; der Geist ist klar bei klarer Luft. Dies ist der Grund, weshalb Babba an einem Tage, an dem der Himmel bewölkt war, nie einen Busstag ab halten liess. Desgleichen erhält Thr. 3,44 hierdurch seine Erklärung; weil auch die Sünden keine rechte Innigkeit des Flehens aufkommen lassen, so können sie an dieser Stelle mit einer Wolke, welche das Gebet gleichsam nicht hindurchdringen lässt, verglichen werden. Dasselbe Bild liegt auch Jes. 59,2 zu Grunde2). *) Das Wort רוח נפשי im hebr. Text ist jedenfalls eine Ucbersetzung des Plotin’schen -vcöixa to ~c0i 7;V'י (^as die Vitalseele bezeichnet, cf. enn. IV, 4,18 f. 11. sonst. Vgl. auch Kus. II, 14 s. f. 2) S. cod. hebr. Mon. 58 p. 09 sequ. ואמרו רבד. ביומא דעיבא לא גזר תענית והטעם כי השכר עבור ביום הענן כי• זכות הרוח הנפשי באדר הזך ודוא מסך (Taan. 20b.) מבדיל ולא יוכל לכוון כראוי וחשכת המחשבה ואופל הבונה מח־־צל, מבדלת אמר סכתה בענן לך