Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1900-01-01 · Heft 2 · p. Seite 51

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
44 (1900)
Issue
Heft 2
Article
Eine Worterklärung
Date
1900-01-01
Page
Seite 51 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2829132-2829741-2829744-2882453--29768-2882481
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Eine Worterklärung. 51 J. Kidduschin a. a. 0., dass in B. m. L c. statt ר׳ יוחנן gelesen werden mnss ר' לעזר)• Wenn nun in J. B. in. ein Tausch v. אמבתקלץ mit אמברוקלין als Beispiel von צבורין angeführt wird, so muss das Wort entweder eine Quantität oder ein genus bedeuten. Eine Pferdedecke oder Sattel ist eine species. Die eine kann sich von der anderen durch Stoff, Alter, Grösse unterscheiden. Sie müssten zufällig an Güte und Werth gleich sein; aber dann liegt das nicht im Wort, und hätten beliebig zwei andere gleiche Gegenstände gewählt, werden können, aber immer hätte die Gleichheit hervorgehoben werden müssen. Man erwartet als Beispiel eben צבורץ, Quantitäten, oder ein genus. Deshalb, sagten wir, ist die Erklärung Aruch’s nicht gegen den Sinn; כריכה של יריעות hat wenigstens etwas mit צבורין gemein. Ein Bündel Vorhänge mit einem anderen Bündel, darunter kann man Stücke desselben genus verstehen. Aber man vermisst noch immer den Zusatz der gleichen Qualität. In dem Ausdruck Bündel und Bündel liegt noch nicht, dass die Bündel von gleicher Qualitat sind. Die einen können von Flachs, die anderen von Seide sein. In der That verdanken wir dem Verfasser des שטה מקובצת ein genaueres Citat des R. Chananel. Er führt an: כריכה של יריעות של בשתן. Dann hätten wir Bündel gleicherQuantität und Qualität, was genau zum allgemeinen Satz passt. Wenn wir nun sehen, dass R. Bezalel Aschkenasi genauer im Citiren ist1) als der Verfasser des Aruch, so wird er im Schreiben sich nicht so sehr geirrt haben, wie K. meint. Es ist anzunehmen, dass er die Worte in seiner Vorlage des R. Chananel so vor sich hatte, wie er sie geschrieben, zumal er die Worte zweimal in zwei Worten schreibt. Nun mag in der Hsch. des R. Chananel das ב vom כ nicht zu unterscheiden ge- oder auf die Masse derselben als ein Ganzes beziehen wollen 1. 94 § 1 de sol (46,3) 1. 29 cod. "Wächter (Archiv für civilistische Praxis 27, S. 155ff) schreibt: ״Bewegliche Sachen sind in der Regel nicht theilbar, wohl aber Quantitäten, numero fit divisio . . ., die gleiche Theilung beim genus. . . Es kann also bei Theilung von Quantitäten von Tausch nicht die Rede sein“. Die Auffassung der babylonischen Gemara stimmt mit der genannten überein; vgl. Raschi zu Chullin 135b דדגן נמאן דפליג דמי שהרי חולקץ אותה במדד, וקרינין ביה דגנך בחלקו של ישראל אבל צאן בל בחמה ובהמה יש לגוי חלק בה ולא קרינן בחדא מינייהו צאנך. *) Zu vergleichen ist die Genauigkeit, mit der er die Stellen der Gemara u. Tossafot in den beigedruckten Glossen der Wilnaer Talmudausgabe verbessert. Das geringste Strichelchen vergisst er nicht zu beseitigen oder hinzuzufügen. Er ist ein Muster von Akribie. 4 *

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.