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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 11 · p. Seite 528

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 11
Article
[Rezension]
Date
1899-01-01
Page
Seite 528 (sequence 3)
Language
German
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f>28 Besprechungen. לח מראשיו;־ ייטיב אחריסף;סקטח בל היצור ומעוום ןצ^ם 1md: אד.ן ^בם המוני ובאתם אל ארמוני. — Wichtig Varianten <1.-s Stückes ליל שמורים אותו אל חצה בהצות הלילה werden aus <\!d. Bosn. (S. 77) mit getheilt; niclit unangebracht erscheint auch die Wiedergah! einiger der trefflichen IVbei-setzungen Holler's, um Lesern, welche di.' mittelalterliche hebräische Poesie nicht, konnvm, eiuen schwachen BegrilV dieser Blütheperiode hebräischer Dichtung zu gelten. Kaufmanns Beitrag zur Geschichte der jüdischen Handschriften- Illustration geht von der Thatsarhe aus, dass in Wahrheit der all!־r Anbetung entrückten Nachbildung der Dinge auf der Fläche muh jüdischen 1 >e!41־illeii niemals etwas im Wege stand. Kr führt uns mit. kundiger Hand in die Werkstätten der alten jüdischen Schreiberzünfte, die zunächst die Massorah in kun.si reichen Bilderformen niedcr.schriehen: dann auch die Bibel, die Kstherrolle, Job. den Siddur und endlich die Haggadah illustrirlen; ja sogar Lieblings-( ,odiees des Hoset/.cs wie Maimuni. Moses aus Gouev's grosses Mizwothbueh, .Jakob ben Aschers herühmtes Werk, den Paschi-( ,ntnmentar. Hie philosophischen Schriften Jbn Ksras und Maimunis Moreli wie auch Jakob 1 i»n Abbamare’.s Mailand hu-Talmidi!n zum Vorwurfe für ihre künstlerische Feder nahmen. Wie dann Avicenna's vielverbreit et«* Werke illustriert wurden ,wird anschaulich erzählt, u. wir erfahren, dass Napoleon 1. den Podex d. Universität Bologna als Beute mit nach Paris brachte. Die Thät igkeit jüdischer Maler und Zeichner, wie Mord. h. M enarhem Menkc's aus Leipnik in Mähren, «lern gelobten Lande damaliger Zeichenkunst, der Ilahhi David Oppenheims schrift kundiger Popist in Nikolshur»( war; der Sclireiherfamilit* Israel, des Malers, der ein Porträt, Franz von Assissis in Gacta (121*1) ausführte. Mose dal Pastellaz/.os in Venedig. Jacob Jehudu Leon's in Holland, Liepmann Poppers in Prag verfolgen wir mit lebendigem Interesse. Eine Naelibliithe der Handsehriftillumination ist die künstlerische Ausführung einzelner Gehet t heile. Familienmegilloth, Testamente u. Kethubhoth. Hier zeichnen sieh der bereits erwähnte Mord. B. M. Menke, dann Mos«‘ Juda Broda aus Trobitsch, Samuel San w 01 Blitz, Max Lob Sofer und namentlich Aron Wolf Herrlingen aus Gewitsch aus. Simon Blumenfeld aus Mitau (gest. 182h) ist der letzte Epigone der einst so beliebten׳ und gerühmten »Schreiber, Maler und Zeichner auf dem Gebiete der Handschriftciiillumination: die »Schreiberkunst war aber inzwischen in Künstelei ausgearfet, da nach wahren Kunstwerken keine Nachfrage war. Ein Kunstwerk aber ist die ganze von M. u. S. besorgte Herausgabe der Serajewo-Haggadah mit ihren kostbaren Beigaben. Die Zeichner, Verleger u. Drucker verdienen alles Loh für die glanzvolle, luxuriöse Ausstattung <108 Merkes, das Kennern und Liebhabern, wie Künstlern und Gelehrten eine gleich willkommene Gabe ist. D. Fcuchtwang. Unberechtigter Nachdruck aus dem Inhalt dieser Zeitschrift ist untersagt. Für die Redaetion verantwortlich: Dr. M. Braun, Breslau.

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