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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 9 · p. Seite 424

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 9
Article
Dr. med. Vitalis Felix d. i. Chajjim Selig b. Mose Katzenellenbogen aus Lublin
Date
1899-01-01
Page
Seite 424 (sequence 3)
Language
German
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Dr. 1no<l. Vilitas Felix. 4*J4 Auslösung aus der Hand des polnischen Gutsherrn 11;irrten, der sieh der Familie des sicher noch in dankbarer Erinnerung seiner Clienten im Adel des Umkreises von Lublin (brUchenden Arztes Mose Katzenellenhogen erbarmt hatte. Ob und wie bald es dem auch die Milde seiner italienischen Glaubens!)rüder im Jahre aufsueUcmbm Chajjim Selig gelang, die daheim schmachtenden Gefangenen durch Ceberbringung oder Einsendung dev Auslösungssumme ,zu bel’roien, darüber fehlt zur Zeit jede Nach rieht. Doch liegt es nach der ausdrücklichen Angabe des königlichen Gnadonbriefes, Vitalis Felix, wie unser Chajjim Selig sieh lateinisch nannte, sei in Folge *seiner reiehon ärztlichen Erfahrung auch* zum Dörfer der Universität- Padua promovirt worden, durchaus nahe, den Lorbeer von Padua als die Trophäe anzusehen, die der vom Schicksal aus dem fernen Lublin nach der Metropole des mcdicinischen Studiums verschlagene praktische Arzt von seiner unfreiwilligen Heise in die Heimath gebracht■ hat. So war es ein Aet der ausgleichendon (jerechtigkeit, der dein einst von Haus und Hof vertriebenen, seiner Habe beraubten, für die Auslösung der Nächsten zu einer Bettelfahrt in die Ferne verdammten Manne Heimath und Freiheit, Hechte und Gnaden, Beruf und Sicherheit verlieh und verbriefte. Chajjim 1). Mose Katzenellenhogen, wie wir den grossen Unbekannten Vitalis Felix wohl unbedenklich fortan werden nennen dürfen, war aber nur der Fortsetzer des vom Vater übernommenen Berufes und Namens. Mose Josua wie wir jetzt hinzufügen dürfen Katzenellenbogen in .Lublin ist nicht nur durch das Zeugniss, das ihm eine Persönlichkeit wie H.Iieschel in dem Empfehlungss( hreiben an seinen Sohn Chajjim ausstellt, in dem ihm der Ehrentitel eines Gaou ertheilt wird, sondern auch durch ein besonderes Denkmal seines Nachruhmes als eine jener in der jüdischen Geschichte so bonierkenswerthen Erscheinungen gekennzeichnet, in denen rabbinische Gelehrsamkeit erlesenster Art mit der segensreichen Ausübung des ärztlichen Berufes sich verschwisterte. R. Mose Josua Katzenellenhogen hat das Blutbad seiner Heiniatsgemeinde und die Heimsuchung seiner Familie nicht erlebt; der Brief für seinen 801m gedenkt seiner als eines Verstorbenen. Dank des in Lublin noch erhaltenen Denksteins, der in aussergewölmlichen Wollen den Heimgang des verdienten und ausdrücklich auch als rabbinisehen Gelehrten gepriesenen Arztes beklagt, wissen wir, dass Mose Josua, der Sohn Ahrahams, wie wir jetzt beliaupten dürfen, der Vater des Dr. med. Vitalis Felix, des Chefarztes

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