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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 7 · p. Seite 326

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 7
Article
Die älteste Geschichte der deutschen Juden in Hamburg
Date
1899-01-01
Page
Seite 326 (sequence 5)
Language
German
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32fi Hie altost0 OosrliitOito der deutschen Juden in Hamburg. ermöglichte1 * 3 4). Glückel v. Hanrnln seihst besitzt na011 dem Tode ihres Mannes eine Zeit laug eine Fabrik von Hamburger ‘Strümpfen, in der sie ״.,lur viele Tausend«‘ Tlialer* jährlich Waare anfertigen lässt־). Von ilirer <*iLr11«*n Mutter berielitet sie uns. dass diese als junges Miaielien mehrere Jalm* lau״: sieb und ihre alte Mutter dureh Klöppeln von Hold- und Silberspitzen ernährt habe. Ihre Arbeit fand hei Hamburger Kautleuten einen s«י guten Absatz, dass sie bald eine Arheitsstube mit ein«')׳ Anzahl von Arbeiterinnen zu halten imstande war::). Mit dem Tabak, dessen Verarbeit 11111•־ eben «lamals auch in Deutsehlaml in Aufschwung kam, srheinen sieh die Hamburg«•!' Jud«*n nielit hloss als Händler beschäftigt zu haben. Wir ersehen «li«׳s daraus, dass der Herz«׳g Fhristian Tonis von M erkl en burg-Scli weri 11, um die Verarbeit 1111,«les Tabaks und den Konsum <ler Tabaksfabrikate in seiimm Lande einzubürgern. 1117'.► die Ju«l«*n Abraham Hagen und Nathan Kendix aus Hamburg zu seinen Hofa.־״eilten ernennt und ihnen das Ta baksinouojml «•rtheilt 1). Naeli «lern T«׳de Abraliam Hag«׳N\s beruft d«*r H«t/00 wiederum Hamburger in seimm Dienst, nämlich die Kruder I *♦•ן ul ix und Kuben Doblselmiidt aus der angesehenen Familie Fürst in Hamburg. Diese blieben in Hamburg wohnen und kamen immer nur zeitweilig nach Schwerin, um das Tabaksgesehiift zu leiten. Iln־ Nachfolger wurde dann, da sie sieh von Hamburg nicht t n m 1 n<*11 moeht«־n, «1er I>< *rt utjiose Michel Henrichs aus HlüekstadL «1er dauerml nach Schwerin übersiedelte und (wie sein Nanu־ ,,Michel Tabaksspinner' zeigt) «bau Tabak seine Hauplthätigkeit zuwamlt(*׳’). Zum <!(*schäftstlmilhaber in der Ausübung des ihm, verliehenen Monopols lur 1;Hie grossen «H * l‘;* 11!ח,«־. denen ausserhalb d»*r Zuiitt stehende liamlwerke!־, die sogenannten Ihm basen״. damals aus!_׳esetzt waren, schildert ausfiihrlieh u. Piidiger. l>önhas«־n und 1 iandwerksgesellen «in dem Sammelwerke: Hamburg vor *Juo Jahren, herausgegeben von fl'h. Schnuier). ‘*7 S. -17. 3) S. M‘>, Hieser Fall «!«,währt «ms zugleich einen interessanten Kiubliek in das soziale Leben und zeigt den Werth und di«' Kedeutung gewerblicher Frauenarbeit auch für die damalige Zeit. 4) lUmath, <iesehiehte «1er Juden in Me«’’ י p, p. Sä. ff. 3) Kr zog buhl in Folge seiner ausgedehnten Heschäfte eine Anzahl (llaubensgouossen als seine tiehülfen heran und wurde dadurch «1er begründe!* der Gemeinde Schwerin. Von ihm stiiinint■ die jetzt in Hamburg־ blühende Familie Hinrichsen ab. Honatb, a. a. O. p. 88. 1910

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