Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 7 · p. Seite 322

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 7
Article
Die älteste Geschichte der deutschen Juden in Hamburg
Date
1899-01-01
Page
Seite 322 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
84% known words query
IRI
…/2829132-2829727-2829735-2882061--29400-2882109
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

322 Die älteste Geschichte der deutschen Juden in Hamburg. V«»u Dr. A. Feilchenfeld. (K«»l־tsetZUbg.’ Die tedescus führten heim Maluumul darüber Deschwerde, dass ihnen von Alto.ua aus zugemuthet würde, sieh von ihrem bisherigen Kabbiner Ibddb Tebel los/usagvii. und baten um Schutz ^e,m*n di<* tYbergriffe des Alt»«naer Kahhinats 1). Die portugiesischen Gemeindebehörden stellten sich auf die Seite ihrer deutschen Schützlinge und sprachen dem Altonaer Kabbinat das liecht ab, seine geistliche Oberhoheit auch über diese auszudehnen. Sie vermochten allerdings ihre ileinung den Altoiiaern «retfeniiber niclit durchzusetzen, es kam vielmehr damals zum «dienen Hruch zwischen den Hamburger Portugiesen und der deutschen .Judengemeinde in Altona, die bis dahin auch in einem Yertragsverhältniss gestanden zu liahen scheinen. Unsere Kcnutniss der weiteren Entwicklung־ ist durch die fragmentarische DesrhaiVenheit unserer (Quellen nur. lückenhaft; wir erkennen aber soviel. dass die Hamburger deutsche Gemeinde bald nachher dazu gedrängt wurde, die kurz zuvor noch verschmähte Autorität des Altonaer Kabbiners anzu(*rkennen und in ein Soeietätsverhältniss mit der Altonaer Hauptgemeinde und ihrer sclmn!umstehenden Filialgemeindein Hamburg zutreten ־(־ 1/ ibid. 1• .<ןS-I.S5. ־) Diesem Verbände 11 at sieb nicht lange nachher auch di«» Wandsbeeker .1 udeiignneiide ׳«Irre» «־ister Sehntzbrief v**in Anglist 1 <!7 1 stammt, vgl. I laarbleieher. S. 25, umi ihre Filialyemeimle in Hamburg angesehlosseu: die Verbindung der 3 Gemeinden unter dem Oherrabbinat zu Altona hat dann bis IMl bestanden. Der erste, der als Oberrabbiner der 3 Kehildt bezeichnet, wird, war K. Salomon Mirels -mit dem Familiennamen Neumark;, der 1703 starb (Grabstein n71 in Altona). Gliiekcl erwähnt ihn ca. 1330 als Ab bet Din von Hamburg. (S. 21-S). ln dieselbe Zeit lallt der Ghcrem. den der Hamburg-Altonaer Oberrabbiner (Salomen Heimarex(:') — otfeubar ans Sabun. Xeuimuk verstümmelt) über den na<11־ Schwerin verzugenen Giiiekstädter Juden Michel Henrichs verhängt (Donath. Geschichte der Juden in Mecklenburg (S. ‘JS). Vor Salomen Mirels werden 2 ״Kabbineri n neu von Ha in b 11 rgmid A 1 tona־* aul'deu Grabsteinen erwiilmt;dii* eine , gestorben 1373, (Gräbst.832). wird als Tochter desWilnaer Vorstehers Herz, die andre, gestorben 1385 (Gräbst. is3U) als Tochter des Nathan Friedlaml bezeichnet;bei beiden werden aber die Männer nicht genannt. Wir sehen jedenfalls auch aus diesen Urabächriften, dass bald nach 1370 die Gemeinden

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.