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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 7 · p. Seite 308

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 7
Article
Das Huldigungsgedicht Salomon Ibn Gabirols für Samuel ha-Nagid
Date
1899-01-01
Page
Seite 308 (sequence 2)
Language
German
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30S l>as IfüldiLTurnjs.ucdicht Saloiuon Ihn t»abinds für Saum01 ha-Xn״id. /.wischen Salonum Ihn Gabind und Samuel ha-Xagid den ersten sicheren Einblick eröffnet. Jeder \\*rs der in ihrer Schlankheit und Knappheit an Goethe gemahnenden kleinen Dichtung dankt der neugewonnenen Auffassung Licht und Farbe. Nur eine Zeile, die letzte, stört wie ein ärgerlicher Fleck, ein aufdringlicher Schaden, den Kindruck des geschlossenen Kunstwerks.• Was soll die ״Trivial ität am Schlüsse: ובן גבור ובן היל כהבגוד״י בג* גגו. dass Samuel ha-Nagid als lleldensnhn auf seinem Schild bezeichnet werden soll? Aber selbst diese leblose Abgeschmacktheit ist dem Verse mir um den Preis sprachlicher und sachlicher Ungereimtheiten abzuzwingen. Fünf Verse hindurch ist das (!(,dicht Samuel ha-Nagids der Gegenstand der Keile gewesen; auf einmal soll der Dichter selber im Schlussv'erse herangezerrt werden. Wer darf lim Gabind zumuthen. dass er ״Jemanden als Etwas bezeichnen“ hebräisch durch zr2 mit dem doppelten Aeeusativ auszudrüeken unternommen haben sollte! Was soll es bedeuten, dass der Sänger des so hoch bewunderten Siebesliedes um־ als Sohn eines Helden, nicht als Held bezeichnet wird, was um so dringender <b*r Erklärung bedarf, als zur Wahl der auffälligen Wendung בן כבור kein Keispiel aus der Pibel veranlasste oder auch nur berechtigte! Und wer selbst alle diese Unmöglichkeiten hinunterschlucken wollte, der müsste zum Schlüsse doch noch an der Thatsache scheitern, dass man «loch nicht auf fremde Schild!‘ sich etwas einzuschreiben herausnimmt. Aus der im besten Falb* ungesalzenen Trivialität wird ein kraftvoll und vorzüglich das Ganze abschliessender Gedanke, wenn der Vers so verstanden wird, wie der Urheber es beabsichtigt hat. Die Unmöglichkeit des doppelten Aecusativs im \\*rse lehrt uns den Schaden an der Schwelle erkennen und ובן in ־'בן' verbessern. לבן גבוד enthüllt sich uns dann blitzartig als Eigenname des Dichters selbst. Das ist ein Lied, will er sagen, das ich zu meiner eigenen Devise erheben will, unter dessen Zeichen ich selber fortan zu ringen entschlossen bin auf der Wahlstatt der Poesie. Der unscheinbare Vers wird uns zurUrkimde, zu authentischem Aufschluss aus des Dichters eigenem Wunde über den Ursprung des Namens Ihn Gabirol. Es war durch den arabischen Geschichts- Schreiber Said bereits bekannt, dass Ihn Gebir der eigentliche Name des Dichters war: סלימן בן יהיי אלהערוף באבן גביר (Neubauer, Monatsschrift 8(3, -PJU). Gabirol ist nur die Verkleinerungsfonn des Namens Gebir. Die scheinbare Verkürzung,

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