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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 6 · p. Seite 288

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 6
Article
Die Vertretung der Dünner'schen Talmudglossen im "Israelit" [Rezension]
Date
1899-01-01
Page
Seite 288 (sequence 6)
Language
German
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28S Die Vertretung der Dunner’schen Talmudglossen im ״Israelit“. zu verstehen hat, wenn sonst von פסול* הדומה bei ^בה כהן יישרא die Rede ist, ohne zu wissen, was man sich darunter denken soll, wenfi bei Rr. I). davon die Rede ist. Nun merken Sie sich, geehrter Herr Antikritiker: Rio Behauptung Ihres verehrten Bruders ist an sich schon ein saldier Unsinn, dass er kaum noch überboten worden kann. Sie aber scheinen es darauf altgesehen zu haben, den Gipfel des Unsinns zu ersteigen. Man braucht blass den Satz in seiner einfachen Nacktheit hinzustelien: ביאה ישראל שיא לשס קדושין פוסלת, aber nur solange als der בוער lebt, um zu erkennen, dass wir es mit einem nicht gewöhnlichen, sondern ganz ausserordentlichen ע״ה zu thun haben, der sich überallsehen lassen kann. Warum soll denn überhaupt ein פסול statt-linden, wenn gar keine Zusammengehörigkeit besteht? Und warum, nur so lange der בוער lebt? Was wird an der Sachlage durch seinen- Tod denn geändert? Er kann heirathen. Sie kann heirathen, wen sie will; sie kann sogar schon geheirathet haben, aber sie darf keine תרומה essen. — Warum? der ברעי lebt1). Wenn Herr Dünner nach dieser Leistung noch von einer Blässe zu sprechen wagt, die sich der Kritikus von Breslau gegeben hat, so hat er unzweifelhaft einen vortrefflichen Humor. Sollen wir noch auf die anderen Punkte seiner Entgegnung eingchcn? Nun wir können nicht sagen: ״es kommt noch besser“, denn besser kann es schon nicht kommen. Man bchauptet: der Sifra streite gegen die Mischnah und man ist sich über die einfachsten Begriffe nicht klar, man übersieht einen Vers in der Schrift. Wozu noch mehr? Wir schlossen: wer eine Stelle im Sifra, wo ארוסה und נשואה gegenübergestellt wird, dahin erklärt, dass man unter der erstem נכנסה לחופה ויא נבע־ ה, unter der zweiten נכנסה ־הופה וגבע־ה versteht, wer da behauptet, dass der Sifra gegen zwei allgemein angenommene llalacha’s in der Mischnah streitet, ohne auch nur einen Schatten eines Beweises dafür erbringen zu können, wer R. Akiba zum Träger der Ansicht macht, dass ein hebräischer Knecht בר״א frei wird und dies herausliest aus den Worten אס בד״א נכנס בר״א יוצא, wer eine Tosiftastcllc, an der es heisst כיון שכתב שטר וקבר מעות והחזיק als Beweis dafür anführt, dass eine Ansicht dahin gehe, בסף ושטר וחיכה sei erforderlich, wer meint, die Worte או שיא כהביואוט אלא אחת מהן bedeuten גס אונו der ist nach unserer Ansicht überhaupt nicht ernst zu nehmen. Mag Herr D. immerhin in den gelehrten Kreisen des fronnnen ״Israelit“ als eine Koryphäe gelten, wir haben uns unsere Meinung bereits gebildet. Sapienti sat. _ I)r. N. Kronberg:. l) Um die Behauptung Dr. D.s ein für alle Mal festzunageln und jeder■ Verdrehung und Vertuschung dieses crasscn Unsinns vorzubeugen, wollen wir bemerken, dass nach der bloss von י־״א vertretenen Ansicht: פנוי הבא עי הפנויה שיא רשם אישות עשאה זוגה die Frage aufgeworfen werden könnte, ob nicht ביאה שיא י:שס קדושין an sichnanan פוסלת מן — vgl.Tossafot Jebamot 69a s. v. יא — aber dann würde cs sich um einen ganz anderen Begriff handeln, nämlich um den Begriff זונה, und selbstverständlich wäre in dieser Beziehung kein Unterschied zwischen ישראל und כהן. Von dem allen aber redet Herr I). nicht. Er spricht nicht vom Begriff, זונה sondern nur von ביאת ישראל in seiner Eigenschaft als “עשראי denn er stellt ביאה — אירוסין gegenüber und fasst dabei ביא׳ה לשם קדושין und שיא לשם קדושין in Eins zusammen, und‘hat sich in Folge dessen unsterblich blamirt. Unberechtigter Nachdruck aus dem Inhalt dieser Zeitschrift ist untersagt. Für die Redaction verantwortlich: Dr. M. Brann, Broslau.

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