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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 6 · p. Seite 283

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 6
Article
Die Vertretung der Dünner'schen Talmudglossen im "Israelit" [Rezension]
Date
1899-01-01
Page
Seite 283 (sequence 1)
Language
German
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Pie Vertretung der Pünner'scheu Talmudglosseii im ״Israelit‘’. 283 Es ist kein angenehmes Geschäft. eine Kritik über ein schlechtes Huch zu schreiben. Mitunter kann aber doch das allgemeine Interesse es gebieten, sieh einer solchen Aufgabe zu unterziehen. Dieser Ansicht mag wohl auch Herr Pr. llorovit.z gewesen sein, als er sich entschloss, eine Kritik über das Dii 1111er’s ehe Buch in dieser Monatsschrift zu voröffentlichen. Pr. P. war von Parteiblättorn als eine so hervorragende Autorität hingestellt worden, sein Buch als eine so einzigartige Leistung auöposaunt worden, dass es wohl angebracht war, einem solchen irreführen־ donUrthcil ixn Interesse der Wahrheit und der Wissenschaft entgegenzutreten. Nun istgegen die Kritik dos Pr.II.1) im Mainzer ״Israelit“ 1.1 hrg. »Mit). NNu.1t u. 7׳ eine Antikritik erschienen. Welches Forum mag sieh der Antikritiker für seine Elneubrationen gedacht haben! Sind die Leser dos ,Israelit“,'die frommglüubigen, aber nichts weniger als talmudgelehrten בעיי בתים siiddeutscher Gemeinden die compotonten Richter, über talmudische Fragen zu entscheiden? Und wer ist der Antikritiker selbst? Per Oberrabbiner von Amsterdam hat sich wohl zu hoch gedünkt. — für uns freilich ist er von seiner Höhe bedeutend herabgesliegen — um sich in einen Kampf mit Pr. II. einzulassen. Für diese niedrige Arbeit glaubte er seinen Bruder gut genug, einen Kaufmann in Köln, dem er aber doch wohl als Souffleur bei diesem Geschäft seine Dienste geleistet bat. Pie Antikritik ist des Buches windig, nur dass sie 11 n Anmassung dasselbe vielleicht noch übertrifft. Nachahmer ])liegen das (!eure ihres Vorbildes gewöhnlich zu übertreiben. Herr Pr. H. hat seine PHieht. durchaus erfüllt, indem er das Buch Pünncrs auf seinen wahren Werth oder Uuwerth zurückgeführt hat. Aber vielleicht ist es doch nicht so ganz iiberJlüssig, auch die Ausführungen des Autikrit ikers ein wenig zu beleuchten. Pies sei einem Loser der Monatsschrift gestattet, der nicht den billigen Triumph sucht, einem unwissenden Publikum Sand in die Augen zu streuen, es vielmehr vorzieht, einer sich spreizenden Pseudo- Wissenschaft in einem wissenschaftlichen Organe ihr Spiegelbild vorzuhalten. Um aber die Geduld des Lesers nicht auf eine allzu starke Probe zu stellen, beschränken wir uns auf eine Beleuchtung der drei ersten von dem Antikritiker hervorgehobe.nen Punkte. Pas wird genügen, den (leist und das Wissen des Antikritikers und seines Inspirators zu charakterisiren. Pa wir es mit einem Gegner zu tliun haben, der allerlei Kreuz- und Querzüge macht, wTeil es für ihn unbequem ist, bei der Sache zu bleiben, wollen wir vor allem den Gegenstand, um den es sich handelt, genau umgrenzen, und der Loser wird dann um so besser allen Seilen- Sprüngen und Schlichen des Antikritiktfrs folgen, ln einer höchst eonfusen und von Ungereimtheiten aller Art wimmelnden Note zu Kiddusehin 10b וכבר שיח ר״י בן בג בס; behauptet Dünner, dass der Tanna des Sifra gegen die 1) Ich *teile hei dieser (ieleyenheit die Thatsuvhe fest* dass auf eine indirecte Anfrage״, uh eine Erwiederung auf die Kritik des Herrn />;11 .־. Aufnahme finden würde, ijea nt wartet worden ist, dass Raum in der Monatsschrift zu diesem Zweck zur Yerfiiyung stehe. M. Ur,

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