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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 6 · p. Seite 250

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 6
Article
Die haggadische Exegese und der einfache Wortsinn
Date
1899-01-01
Page
Seite 250 (sequence 10)
Language
German
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Aus der Zeit der Renaissance. 2r>0 also nutz- und zwecklosen Gegend Kegen sendet? Doch nur, um Wüsteneien dem Menschen nutzbar zu machen, ist der wahre Zweck des von Gott gesandten Kegens! Darum legt sich der Midrasch in der angegebenen Weise den Vers zurecht, um dadurch des Herrn gnadenreiches Walten hell leuchten zu lassen. הקב״ה אוהב כל מי (Spr. 22, 11) אהב טהר לב חן שפתיו רעיהו מלך שהוא טהר לב ומי שיש לו חן בשפתיו מלך הוא רעהו, וה אברהם שהיה תמים וטהר לבב ונעשה אוהבו של מקום, שנא,: ורע אברהם אוהבי ולפי שהיה לו חן בשפתיו, שגא,: ודבר גבורות וחין ערכו (Jcs. 41, 4) .נעשה לו הקב״ה כריע (Jijob 41, 4) (Her. r., Par. 41, Abs. 11). Die Annahme, dass Jjjob zur Zeit Abrahams lebte, hat zweifellos die Haggadisten nach Versen suchen lassen, die auf Abraham sich beziehen könnten. Da war gewiss einer der passendsten Jjjob 41, 3 מי הקדימני ואשלם: Wer ist mir mit Gaben zuvorgekommen, dass ich ihm erstatte?״ Das war doch nur der Urvater Abraham, der als Erster Gott erkannte und anbetete. Auf Grund dieses Verses wird dann auch der folgende auf Abraham gedeutet. — Den Beweis hierfür erbringt uns Bemidbar rabba, Par. 14, Abs. 7: .ד,/א טי הקדימני ואשלם, מדבר באברהם י שמעצמו הכיר להקב,,ה Nicolaus von Cusa. Jacobus Faber Stapulensis. Bonet de Lattes. Carolus Bovillus. Von Dr. J, Guitmann. Der Uebergang von der christlichen Scholastik des Mittelalters zur Philosophie der Renaissance stellt sich uns vor Allem in der Emancipation von der Alleinherrschaft des Aristoteles und in der .mehr oder minder ausgesprochenen Vorliebe für die Lehren der neuplatonischen Philosophie und die Anschauungen des Mysticismus dar. Damit im Zusammenhang steht auch das veränderte Verhältniss zur jüdischen Litteratur. Die hohe Werth- Schätzung, deren sich in der Blüthezeit der Scholastik besonders

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