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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 5 · p. Seite 193

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 5
Article
Die rituellen Reinheitsgesetze in der Bibel und im Talmud
Date
1899-01-01
Page
Seite 193 (sequence 1)
Language
German
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Die rituellen Reinbeitsgesetze in der Bibel und im Talmud. Von ih*. ummI. Li. Katzenelaon Km׳■iMM/.mitf. Durchaus verständlich ist die Forderung des Gesetzes♦ dass derjenige, welcher <1«1 n 1 »esprcngimgsact vollzieht, seihst unrein werde und seine Kleider waschen müsse, - kommt doch der l )esinfeetor mit. den unreinen Gegenständen noch vor ihrer Reinigung in Berührung: aber ־״an/, unbcgrciHich und unerklärlich ist die!»(!Stimmung, nach welcher derjenige, welclie.r das Reinigungswasscr berührt, ebenlhlls tVir eine gcwisse,Zeit mm’in wird, Kchcrhaupt. enthält, das Gesetz über die! rothe Kuh, trotz der Rationalität, seiner Grundidee, nicht wenige cercmonicllc Elemente. und die Schüler des K. dochanan 1). Sakkai, welche bei dem früher erwähnten Gespräche mit dem Meiden zup1)־״־!! waren, hatten wohl Recht, als sie nach Weggang des letzteren ihrem Lehrer bemerkten: ״Ihn hast du mit. einem Rohn* davongestossen, was aber wirst du uns sagen?*‘ II. Die Ausdelmungsspliiire der Rciiiheitsgcsetze. 111 der bisher gegebenen kurzen llebersieht der Elemente der rituellen Keinhcitsgcsetze haben wir jedesmal diejenigen Vorschriften besonders hervorgehoben, welche sich nicht durch die' Infectionsidce im engcrn Sinne erkhärcu lassmi; hierbei' ergab es sichjedoch, dass auch durch diese Vorschriften höchst wichtige sanitär(» Resultate erzielt wurden, und dass nur sein* wenige unter ihnen einen rein ceremoniellon oder ethischen Charaeter hatten. Doch ehe wir das Endfacit ziehen und die Behauptung wagen, dass die Institution der rituellen Reinheit nichts anderes als eine sanitätspolizeiliehe Institution bildet(», dass die Wahrung der Volksgesundheit nicht nur das zufällige Resultat, sondern das bewusste Ziel derselben war, müssen wir noch zwei Fragen allgemeiner Natur unserer Betrachtung unterziehen. MonMsachritt. 43. Jahrgang. * bl

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