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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 4 · p. Seite 184

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 4
Article
Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
Date
1899-01-01
Page
Seite 184 (sequence 17)
Language
German
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184 Die Keligionsphilosophie Abraham Ihn Esra's. sächlich gelegt hat, so kann er doch vermöge des Idcali8mukr den seine neuplatonische lliclitung von P!ato und Aristoteles aufgcnoimncn hat, dieselbe nicht für den eigentlichen Zweck und die höchst(1 Aufgabe des menschlichen Lebens mischen. Nur als Vorstute und Mittel .für ein Höheres, worin die Aufgäbe des Lebens bestellt, kann IE sie gelten lassen, für die geistige Erkenn tu iss nämlich, die zu den höchsten Substanzen vorzudringen vermag (Jrg. 42, S. 451 u. ob.). Dies scbliesst indessen nicht aus, dass die fortschreitende Erkenntniss auch wiederum förderlich auf di(1 Entwickelung der praktischen Tugcn.de 11 wirkt, So bemerkt- IE zu ועז פניו יש •א Kob. 8, 1: Erkenntniss bringe Deinuth hervor, da das Uebergewieht der Denkthätigkeit den Affekten und der Verwegenheit, uaturgemäss entgegenwirke. Ferner zu des. 11, 9 sagt IE: Wer Gott erkennt, wirkt nicht zerstörend, sondern (*!־baut und verbessert. 5. Was aber die Gewinnung fortschreitender und griindlieber Erkenntniss selbst betrifft, so ist dieselbe aut regellose und ungeordnet(* Weise nicht zu gewinnen, sondern esmuss nach richtiger und zweckmässiger Methode vom Leichteren zum Schwereren, vom Naheliegenden zum Entlegenen fortgeschritten werden. — Im Kalenderbuche (ספר העיבור) S. 9, Z. 90, cd. Halberstam sagt IE: Gott hat der Seele des Menschen einen Leib gestaltet, der dem Leibe der Welt entspricht (Mikrokosmus), damit die menschliche Seele in ihren Palast (bei der Gehurt des Menschen) rintrete und mit dessen Hilfe Tag und Nacht an Verständnis« zunehme, bis sie Gott, ihren Schöpfer, erkennt. Gott gal) dem Menschen nämlich fünf Sinne, deren eigentliche Aufgabt; es ist, die Formen an den sinnlichen Dingen aufzufassen. Diese Formen werden stufenmässig zu immer abstrakteren Begriffen, bis diese so geistig werden wie die Substanz der Seele (und schliesslich mit ihr verwachsen und ihren Inhalt bilden. So■ kommt der ungeeignete Geist (voSc; •השכל הנקגד) des Alexander von Aphrodisias zustande, der dem Menschen die Unsterblichkeit sichert, da er eben unvergängliche Ideen zum Inhalte bat)1). Vgl. auch die Stelle aus Jes. mor. X, p. 34b (das. S. 451) und aus der Einleitung * zu den zehn Bundesworten im gangb. Comm. zu 2. Mos. 20, 1 (das. S. 451). l) Entspricht der Stelle in der Lebensquelle des Ibn Gebiro! V, 60. 66. (Schluss folgt.)

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